BAP im Austausch mit BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker

Thomas Hetz (BAP), Raimund Becker (BA) und Wilhelm Oberste-Beulmann (BAP)

Auf Einladung des Bundesverbandes der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) trafen sich Wilhelm Oberste-Beulmann, Vizepräsident des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP), und Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des BAP, zum Meinungsaustausch rund um Themen des Arbeitsmarktes mit dem Vorstand Regionen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Raimund Becker. Becker erklärte, dass Demographie, Digitalisierung und Diversity die maßgeblichen Einflussfaktoren des Arbeitsmarktes in den nächsten Jahren seien. Die große Aufgabe der BA sei jetzt die Fachkräftesicherung. In Hinblick auf die Integration von Geflüchteten sagte er, dass während die innereuropäische Zuwanderung wieder zurückgehen werde, die Gesellschaft vor der großen Herausforderung stehe, die Menschen, die aus humanitären Gründen zugewandert seien, in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Thomas Hetz wies in diesem Zusammenhang auf die gewaltige Integrationsleistung der Personaldienstleister hin, die den größten Anteil an der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten hätten. Mehr als jede vierte Beschäftigungsaufnahme von Arbeitslosen aus den nichteuropäischen Asylherkunftsländern erfolge in die Zeitarbeit. Dem stimmte Raimund Becker zu und er bestätigte, dass die Zeitarbeitsunternehmen das Thema angegangen seien. Zeitarbeitsunternehmen beschäftigen rund 15.000 Flüchtlinge in Deutschland. Das sei deutlich mehr als in jeder anderen Branche, betonte Hetz.

Als weiterer Aspekt der Fachkräftesicherung wurde das Thema Ausbildung angeführt. Raimund Becker erläuterte, dass ein besserer Übergang von der Schule in den Beruf und auch eine frühzeitige Berufsorientierung mit einem konkreten Praxisbezug in Unternehmen zur Fachkräftesicherung gehöre. Wilhelm Oberste-Beulmann sprach das Thema modulare Ausbildung an und verwies in diesem Zusammenhang auf das 3-Stufen-Modell des BAP, mit dem Zeitarbeitskräfte ohne abgeschlossene Berufsausbildung in Etappen berufsbegleitend an einen anerkannten Berufsabschluss herangeführt würden.   

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