Ausblick auf den deutschen Arbeitsmarkt im Jahr 2035: Arbeitslosigkeit wird weiter sinken – Fachkräftemangel in etlichen Branchen zunehmen

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland wird sich bis zum Jahr 2035 langfristig auf einem historisch niedrigen Niveau von etwa 1,1 Millionen Menschen bewegen. So zumindest die nun veröffentlichte Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Die Zahl der Erwerbstätigen wird den Projektionen zufolge bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts zunächst um über 800.000 Personen auf rund 45,8 Millionen ansteigen. Da die sogenannte „Baby-Boomer-Generation“ dann aus dem Erwerbsleben ausscheidet, wird die Erwerbstätigenzahl danach bis zum Jahr 2035 wieder auf etwa 44,4 Millionen sinken.

Dabei wird sich die Situation in den einzelnen Branchen sehr heterogen entwickeln, prognostizieren IAB und BIBB. So wird die Zahl der Erwerbstätigen im produzierenden Gewerbe bis 2035 weiter zurückgehen und sich die Verschiebung bei den beruflichen Spezialisierungen hin zu den Dienstleistungsberufen fortsetzen. Gleichzeitig wird die zunehmende Zahl älterer Menschen dafür sorgen, dass das Gesundheits- und Sozialwesen im Jahr 2035 mit einem Anteil von 15,4 Prozent die meisten Erwerbstätigen beschäftigen wird, dicht gefolgt vom verarbeitenden Gewerbe mit 15,2 Prozent. Daher wird es in den medizinischen und pflegerischen Berufen aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage auch die stärksten Fachkräfteengpässe geben.

Wie IAB und BIBB weiter vorhersagen, wird es zwar keinen grundsätzlichen flächendeckenden Mangel an Arbeitskräften geben, aber die berufsspezifischen Fachkräfteengpässe werden weiter zunehmen. Dies wird neben den Gesundheitsberufen unter anderem in zahlreichen Berufen des handwerklichen Bereichs und bei den landwirtschaftlichen Berufen der Fall sein.

Passgenaue, professionelle Rekrutierung wird angesichts dieser Entwicklung daher zu einer gefragten Schlüsselkompetenz. Genau darin liegt die Stärke der Zeitarbeit: Sie steht für Flexibilität und Expertise bei der Personalbeschaffung, denn dank ihr können Unternehmen flexibel auf Auftragsspitzen reagieren. Die Personaldienstleister werden in Zukunft immer mehr die Funktion einer Personalabteilung für die Unternehmen übernehmen: Beratung, Vermittlung, Spezialisierung. Daher ist es nicht vermessen zu erwarten, dass die Zeitarbeit nicht erst im Jahr 2035 zur Personalabteilung der deutschen Wirtschaft werden wird.

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Doris Droste
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