iwd: Fachkräftemangel trifft kleinere Betriebe und Mittelständler schwerer als große Unternehmen

Laut Informationen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (iwd) haben kleinere und mittlere Betriebe fast doppelt so häufig Probleme bei der Stellenbesetzung. Demnach haben vier von zehn Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten Schwierigkeiten, ihre freien Stellen zu besetzen. Bei den großen Unternehmen sind es nur etwa zwei von zehn Firmen. Die Gründe für die Probleme bei der Rekrutierung von geeignetem Personal sind allerdings bei allen Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe, ähnlich. So geben 67 Prozent der Unternehmen den Mangel an Bewerbern als Grund für die schwierige Rekrutierung an. Rund 51 Prozent der Unternehmen geben an, dass Bewerber nicht über die erforderlichen Qualifikationen verfügen.

Die Folgen dieser Schwierigkeiten bei der Besetzung von freien Stellen sind vor allem für kleine Betriebe schwerwiegend: Fast jeder dritte Rekrutierungsprozess wird in Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten erfolglos abgebrochen. Bei mittelständischen Firmen liegt diese Quote bei acht Prozent, in großen Firmen bei lediglich 3 Prozent. Darüber hinaus müssen kleine Firmen im Bewerbungsprozess häufiger Kompromisse eingehen, um überhaupt offene Stellen besetzen zu können. 17 Prozent der kleinen Betriebe zahlen am Ende mehr Gehalt als zunächst beabsichtigt. 13 Prozent der kleinen Firmen nehmen mangelnde Qualifikationen der neuen Mitarbeiter in Kauf und zwölf Prozent deren Mangel an Berufserfahrung. Bei großen Unternehmen müssen nur ein bis fünf Prozent diese Kompromisse eingehen.

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