IW-Bildungsmonitor: Saarland legt am stärksten zu

Beim Vergleich der Bildungssysteme der Bundesländer belegen Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg laut IW-Bildungsmonitor 2017 die vordersten Plätze, gefolgt von Hamburg und dem Saarland. Schlusslichter sind Nordrhein-Westfalen, Bremen und Berlin. Der Bildungsmonitor wird seit 14 Jahren vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt. Im Vergleich zum Bildungsmonitor 2013 zeigen sich nur leichte Fortschritte bei den Einzelindikatoren. Relativ stark haben sich die Ergebnisse in den Handlungsfeldern Internationalisierung (+16,6 Prunkte), Förderinfrastruktur (+10,7 Prunkte) und Betreuungsbedingungen (+8,8 Punkte) verbessert. Den größten Rückschritt gab es bei der Schulqualität (-7,3 Punkte). Die stärkste positive Entwicklung unter den Bundesländern zeigt das Saarland (+15,0 Punkte). Die Gründe für diese gute Entwicklung liegen in den erhöhten Bildungsausgaben je Schüler, in der verbesserten Betreuung an den Schulen, in der Steigerung der Forschungsleistung der Hochschulen sowie der Erhöhung der Zahl der Studienabsolventen - auch in den dualen Studiengängen. Die zweitstärkste Verbesserung weist Hamburg mit einem Plus von 6,7 Punkten auf. Zu diesem Ergebnis trugen besonders die Stärkung des Fremdsprachenunterrichts sowie der Ausbau der Ganztagsschulen bei.

Da die Herausforderungen im Bereich Bildung für die Zukunft noch größer werden, enthält der IW-Bildungsmonitor in diesem Jahr zusätzlich eine Reformagenda. Gefordert werden „eine Ausweitung der jährlichen Bildungsausgaben um rund 12 Milliarden Euro“. Jährlich sollten „rund 5 Milliarden Euro“ in den Ausbau von Kita-Plätzen und in bessere Betreuungsrelationen für die Kleinsten investiert werden“. Ein weiterer Punkt der Agenda ist die Qualifizierung der Geflüchteten. Dafür seien „pro Jahr 3,5 Milliarden Euro“ nötig. Für eine bessere Ausstattung der Schulen seien zusätzliche Ganztagsplätze nötig. Dafür „müssten jährlich rund 2,7 Milliarden Euro aufgewendet werden“. Als letzten Punkt fordert das IW Köln als Antwort auf den demografischen Wandel, „weitere 100.000 Studienplätze für internationale Studenten“ zu schaffen, und somit ausländischen Fachkräften eine Perspektive in Deutschland zu eröffnen.

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