IAB: Internationale Arbeitsmigration wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet

„Global Mobility of Employees“ (GLOMO), ein europäisches Netzwerk bei dem es sich um ein „Innovative Training Network“ handelt, bietet dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) die Möglichkeit, mit Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zusammenzuarbeiten und Nachwuchswissenschaftler gemeinsam mittels eines umfangreichen Trainingsprogramms und im Rahmen von Praktika und Forschungsaufenthalten an exzellenten Einrichtungen auszubilden.

Starten wird das Forschungsprojekt am 1. Januar 2018 mit einer Laufzeit von 48 Monaten. Es wird mit knapp vier Millionen Euro durch die Europäische Kommission unterstützt. Das Projekt setzt sich mit Themen wie Migration von Arbeitnehmern in 15 Forschungs-Teilprojekten auseinander. Die Koordination erfolgt durch Maike Andresen, Professorin für Betriebswirtschaftslehre, an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Internationale Mobilität ist nicht nur Thema des Projekts, sondern wird auch innerhalb des Programms gelebt: Es geht um Austausch und Netzwerkbildung über Kulturen hinweg – Fachkulturen, Landeskulturen und Organisationskulturen. Die Teilprojekte werden sowohl an Heimatinstitutionen als auch an einer weiteren Forschungseinrichtung aus dem europäischen Partnernetzwerk bearbeitet, wo die Nachwuchswissenschaftler einen mehrwöchigen Forschungsaufenthalt absolvieren. Zusätzlich sind Abordnungen an thematisch passenden Partnerinstitutionen in Europa vorgesehen. Mit dieser Struktur bildet GLOMO ein im Forschungsfeld „Globale Mobilität“ einzigartiges, internationales Netzwerk, das zu einem gemeinsamen hochrelevanten Thema arbeitet.

Das Thema „Internationale Arbeitsmigration“ wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Das IAB beleuchtet die institutionellen Rahmenbedingungen der Arbeitsmigration, während die europäischen Partner vor allem die Sicht von Unternehmen und die individuellen Perspektiven von Migranten einbringen. Zwei Aspekte sind hervorzuheben: Zum einen werden die ökonomischen, sozialen und rechtlichen Bedingungen erforscht, die die Migration von Arbeitskräften auf nationaler Ebene befördern oder behindern können und zum anderen wird analysiert, wie verschiedene Bildungs- und Ausbildungssysteme mithilfe von Zertifikaten und der Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen den Zugang zum Arbeitsmarkt regulieren.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

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