DIW-Studie: Auch Kleinstbetriebe setzen auf Innovationen

Die Innovationskraft von Betrieben im verarbeitenden Gewerbe und in den wissensintensiven Dienstleistungen steigt einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge mit der Zahl ihrer Beschäftigten. „Dennoch wagt sich in diesen beiden Sektoren immerhin die Hälfte der Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten, sogenannte Kleinstbetriebe, an die Einführung von Innovationen“, sagt DIW-Forschungsdirektor Alexander Kritikos. Unter den kleinen Betrieben (mit zehn bis 49 Beschäftigten) sind es 63 Prozent, unter den mittleren Betrieben (mit 50 bis 249 Beschäftigten) 78 Prozent. Meist entwickeln Kleinstbetriebe – ähnlich wie kleine und mittlere Betriebe – neue oder bessere Produkte und Dienstleistungen, seltener werden bessere Produktionsprozesse angestoßen.

Ein Großteil der Unternehmen in Deutschland gehört zu den Kleinstunternehmen (82 Prozent), unter den wissensintensiven Dienstleistungen sind es sogar 90 Prozent. Knapp 20 Prozent der Beschäftigten sind in Betrieben dieser Größenordnung tätig. Kritikos und seine Kollegen Alexander Schiersch und Marian Hafenstein haben untersucht, ob und in welchem Maße Kleinstbetriebe innovative Produkte, Dienstleistungen oder Produktionsprozesse einführen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Analysen verdeutlichen, wie wichtig Forschung und Entwicklung für die Einführung von Innovationen sind, unabhängig von der Betriebsgröße. „Für kleinste und kleine Betriebe“ sei es jedoch laut der DIW-Experten „viel risikobehafteter und finanziell schwerer zu verkraften, in Innovationen zu investieren“, denn das Gesamtbudget ist nicht so groß.

Pilotprojekte für Fördermaßnahmen erforderlich

Angesichts der Bedeutung von Kleinstbetrieben für die deutsche Wirtschaft stellt sich die Frage, wie diesen Unternehmen mit einer gezielten Förderpolitik besser geholfen werden könnte. „Daher sollte im Rahmen von Pilotprojekten untersucht werden“, erklärt Kritikos, „welche Form von Förderung bei Kleinstbetrieben besonders gut wirkt.“

Grundlage für die Untersuchung sind Daten des Betriebspanels aus den Jahren 2009 bis 2014, die jährlich vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erhoben werden.

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