Destatis: 11 Prozent der Vollzeiterwerbstätigen arbeiteten 2016 mehr als 48 Stunden

Laut des neuen Berichtes zur Qualität der Arbeit, den das Statistische Bundesamt (Destatis) heute veröffentlicht hat, arbeiteten Vollzeiterwerbstätige im Jahr 2016 durchschnittlich 41 Stunden pro Woche. 11 Prozent der Vollzeiterwerbstätigen arbeiteten sogar mehr als 48 Stunden pro Woche, was als überlange Arbeitszeit gilt.

Destatis berichtet, dass überlange Arbeitszeiten mit dem Alter steigen. So arbeiteten 2016 nur 2 Prozent der Vollzeiterwerbstätigen zwischen 15 und 24 Jahren mehr als 48 Stunden wöchentlich. Im Alter von 55 bis 64 waren es dagegen 14 Prozent der Vollzeiterwerbstätigen. Grund für die deutlichen Unterschiede ist laut Destatis der hohe Anteil an Führungskräften, die eher in höheren Altersgruppen zu finden sind. Auch Selbständige arbeiten gewöhnlich mehr als 48 Stunden in der Woche. „Überlanges Arbeiten ist bei Führungskräften und vor allem Selbstständigen fast normal“, resümierte Dr. Georg Thiel, Vizepräsident des Statistischen Bundesamtes.

Der Berufsalltag sei häufig von Termindruck und hohem Arbeitstempo bestimmt. So waren 40 Prozent der Erwerbstätigen im Jahr 2015 mindestens drei Viertel der Zeit einer hohen Arbeitsintensität ausgesetzt. Die Zahl der Erwerbstätigen, die in Berufen arbeiten, die eine hohe Qualifikation voraussetzen, stieg von 37 Prozent im Jahr 1996 auf 45 Prozent im Jahr 2016 an.

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