Starker Arbeitsmarkt in Deutschland: "Gesamtbeschäftigung steigt – Zeitarbeit bleibt auf Niveau von 2011"

Die Erwerbstätigenzahlen in Deutschland haben laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2015 mit 43 Millionen Beschäftigten einen neuen Rekord erreicht und sind seitdem stetig weiter gestiegen. So verwundert es nicht, dass sich auch die Anzahl der Zeitarbeitnehmer gut entwickelt hat. Dazu erklärt Thomas Hetz, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP):

"2015 war ein gutes Jahr für den deutschen Arbeitsmarkt und die Zeitarbeit. Tatsächlich gab es im vergangenen Jahr eine Zunahme der Beschäftigten in der Branche – allerdings waren gleichzeitig so viele Menschen erwerbstätig wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Die Bundesagentur für Arbeit weist im Jahresdurchschnitt 949.227 Zeitarbeitnehmer aus. Angesichts der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hierzulande konnten die Zeitarbeitsunternehmen vielen Arbeitsuchenden und Berufseinsteigern neue Perspektiven eröffnen: 49 Prozent der Zeitarbeitskräfte, die im Jahr 2015 einen Job in der Branche aufgenommen haben, waren bis zu einem Jahr ohne Beschäftigung. Weitere 20 Prozent waren länger als ein Jahr arbeitslos oder noch nie vorher beschäftigt. Damit standen fast 70 Prozent der Mitarbeiter in der Branche zuvor in keinem festen Arbeitsverhältnis. Einmal mehr machen diese Zahlen deutlich, dass die Zeitarbeit ein wichtiges Instrument für die Arbeitsmarktintegration ist.

Im Kontext eines starken Arbeitsmarktes betrachtet, ist der Anteil der Zeitarbeit am Gesamtarbeitsmarkt weiterhin gering: Gerade einmal 2,2 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland waren 2015 in der Zeitarbeit beschäftigt. Damit bewegen wir uns auf dem Niveau von vor fünf Jahren. Bereits 2011 betrug der Anteil der Zeitarbeitnehmer an allen Beschäftigten 2,2 Prozent. Während aber die Gesamtbeschäftigung seit 2010 kontinuierlich gewachsen ist, legte die Zeitarbeit eine Pause ein. Nach Rückgängen in den Jahren 2012 und 2013 wurde in der Zeitarbeit erst wieder im vergangenen Jahr das Beschäftigungsniveau von 2011 erreicht.

Die von einigen Kritikern geschürte Sorge, dass die Branche immer weiter auf Kosten anderer Bereiche im Arbeitsmarkt expandiert, ist rein politisch motiviert und wird durch die Fakten widerlegt. Das zeigen übrigens auch Zahlen, die das Statistische Bundesamt am 20. Juli veröffentlicht hat. Danach ist das sogenannte Normalarbeitsverhältnis wieder auf dem Vormarsch. Dessen Quote ist bei den Kernerwerbstätigen von 65,4 Prozent im Jahr 2006 auf 68,7 Prozent in 2015 gestiegen. Die Fakten machen entgegen deutlich: Der deutsche Arbeitsmarkt steht gut da, neue Regulierungen in der Zeitarbeit sind unnötig und Kritikern kann ich nur eines sagen: Zeitarbeit ist kein Massenphänomen, sondern bringt der deutschen Wirtschaft die notwendige Flexibilität – und ist damit ein unerlässlicher Baustein im deutschen Arbeitsmarkt."

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