Wird Deutschland zum Einwanderungsland?

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat herausgefunden, dass immer mehr Zuwanderer längerfristig nach Deutschland kommen. Das berichtet heute u. a. "Die Welt" und verweist darauf, dass mit etwa 400.000 dauerhaften Zuwanderern die Bundesrepublik 2012 "erstmals klassische Einwanderungsländer wie Australien und Kanada hinter sich" gelassen und damit Platz 2 hinter den USA erreicht habe.

Thomas Liebig, Migrationsexperte der OECD sagte angesichts dieser Zahlen gegenüber der Zeitung: "Mit einem Anstieg von 38 Prozent kann man durchaus von einem Boom sprechen, das ist geradezu spektakulär". Als einen Grund für diesen Boom nennt Liebig die gute Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bei gleichzeitig anhaltender schwieriger Wirtschaftslage in den südeuropäischen Ländern. In der Tat kamen 21.000 Menschen aus Griechenland nach Deutschland, 19.000 aus Italien und 13.000 aus Spanien. Die größte Gruppe stellen aber nach wie vor die Osteuropäer mit 85.000 Polen, 56.000 Rumänen und 31.000 Ungarn. Damit kamen insgesamt 75 Prozent der dauerhaften Zuwanderer aus EU-Mitgliedsstaaten nach Deutschland.

Dagegen kamen deutlich weniger Menschen aus Drittstaaten mit einer Arbeitserlaubnis in die Bunderepublik. Nach OECD-Angaben sind lediglich etwas mehr als fünf Prozent der Zuwanderer sogenannte "Arbeitsmigranten" aus Ländern außerhalb der EU.

Als dauerhafte Zuwanderer definiert die OECD Migranten, die im Besitz einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung sind, oder Zuwanderer aus EU-Mitgliedsstaaten, die sich länger als ein Jahr in Deutschland aufhalten und nicht zur Gruppe der Studenten gehören.

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Doris Droste
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