Ukraine-Krise: Beträchtliche Konsequenzen für Deutschland

Sogenannte Zweitrundeneffekte sind es, unter denen der Wirtschaftsstandort Deutschland zu leiden hätte, wenn es zu einem handfesten Handelsstreit mit Russland käme. Dies berichtet das „Handelsblatt“ heute aktuell und bezieht sich dabei auf eine Analyse der EU-Kommission, die dem Magazin „Stern“ vorliegen soll.

Dieser Bericht warnt die Bundesregierung offenbar vor jenen Zweitrundeneffekten. Das Handelsblatt“ erklärt diese Phänomene: Sie „entstehen, weil Deutschland mit allen anderen EU-Staaten sehr eng verflochten ist“. Demnach könnte die Exportwirtschaft den „Ausfall des russischen Marktes, der für 3,3 Prozent der Ausfuhren steht“, erst einmal ganz gut verkraften. Doch dann kämen die jeweiligen Wirtschaftskrisen in den an deren EU-Ländern hinzu – und diese Tatsache wäre es dann, die Deutschland zusetzen würde. Den Angaben zufolge betragen die deutschen Ausfuhren in andere EU-Länder nämlich 55 Prozent.

Das „Handelsblatt“ gliedert das Szenario noch weiter auf. Zypern, Griechenland und die früheren  Staaten des Ostblocks würden unter einem Handelskrieg am meisten leiden, schreibt die Zeitung. Diese Länder wären es auch, die dann finanzielle Unterstützung von anderen EU-Staaten benötigen würden.

Die EU-Kommission  hat offenbar in ihrem Bericht auch schon sehr genau ausgerechnet, welche konkreten Folgen konkreten Sanktionen gegen Russland für die Bundesrepublik haben würden. „Solange die EU nur Einfuhr von Kaviar, Edelmetallen und Pelzen aus Russland stoppt, würde Deutschland 0,1 Prozentpunkte beim Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verlieren“, heißt es im Artikel. Bei Produkten wie Waffen würde der Wachstumsverlust 2014 dagegen  schon 0,3 Prozent des BIP betragen – bei einem „Importstopp von Gas und Öl“ liege der Wert 2014 sogar bei 0,9 Prozent.

    

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Doris Droste
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