Statistisches Bundesamt: Zahl der sogenannten "Normalarbeitsverhältnisse" weiter auf dem Vormarsch

Im vergangenen Jahr waren 24,8 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland in einem sogenannten Normalarbeitsverhältnis beschäftigt, 317.000 mehr als im Vorjahr. Damit stieg deren Anteil bei den Kernerwerbstätigen, also allen Erwerbstätigen zwischen 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung, Ausbildung oder einem Freiwilligendienst befinden, gegenüber 2014 um 0,4 Zähler auf 68,7 Prozent. Vor zehn Jahren lag die Quote bei diesen Arbeitsverhältnissen noch bei 65,4 Prozent – ein Zeichen dafür, dass die Bedeutung des Normalarbeitsverhältnisses „bereits seit einigen Jahren wieder“ zunimmt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Während der Anteil der in einem „Normalarbeitsverhältnis“ stehenden Vollzeitbeschäftigten um 0,6 Prozent auf 21,4 Millionen zunahm, erhöhte sich die Anzahl der Stellen im Teilzeitbereich mit mehr als 20 Wochenstunden um 5,7 Prozent auf 3,4 Millionen. Zu den Normalarbeitnehmern und -nehmerinnen zählt die Behörde ausschließlich „abhängig Beschäftigte mit einer unbefristeten und voll sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit, die eine wöchentliche Arbeitszeit von über 20 Stunden umfasst und direkt für den Arbeitgeber ausgeführt wird“ – eine Definition, die nicht unumstritten ist. Die Zahl aller Kernerwerbstätigen stieg insgesamt um 0,8 Prozent auf 36,2 Millionen.

Bei der sogenannten atypischen Beschäftigung ermittelte das Statistische Bundesamt lediglich einen leichten Zuwachs. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 2015 insgesamt rund 28.000 „atypisch“ Beschäftigte mehr und damit insgesamt 7,5 Millionen. Gemessen an der Zahl der Kernerwerbstätigen blieb deren Anteil mit 20,8 Prozent aber „nahezu konstant“, heißt es bei der Behörde.

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Doris Droste
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