Statistisches Bundesamt: Rückgang sogenannter „atypischer Beschäftigung“ setzt sich fort

24,5 Millionen Menschen befanden sich 2014 in einem sogenannten Normalarbeitsverhältnis – in unbefristeter und sozialversicherungspflichtiger Anstellung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 20 Stunden. Das waren gut 452.000 Menschen mehr als 2013. Die Zeitarbeitsquote lag im selben Zeitraum bei lediglich 1,9 Prozent. Dies gab das Statistische Bundesamt (Destatis) „auf Basis von Ergebnissen des Mikrozensus“ bekannt.

Den Grund für die Zunahme der Normalarbeitsverhältnisse sieht die Behörde in den in Teilzeit tätigen Personen, die mehr als 20 Wochenstunden leisteten, denn deren Zahl erhöhte sich 2014 um 12,3 Prozent auf 3,2 Millionen. Insgesamt stieg im Vergleich zum Vorjahr der „Anteil der Beschäftigten in Normalarbeitsverhältnissen an allen Kernerwerbstätigen“ um 0,8 Prozent auf 68,3 Prozent, wie die Behörde mitteilt. Damit waren 2014 insgesamt 35,9 Millionen Menschen in einem derartigen Arbeitsverhältnis tätig. Der Anteil der Männer in Normalarbeitsverhältnissen lag dabei mit 75,2 Prozent deutlich über dem der Frauen (60,5 Prozent). Wie das Statistische Bundesamt erläutert, umfassen Kernerwerbstätige „nur Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung, Ausbildung oder einem Freiwilligendienst befinden.“

Parallel dazu sank 2014 die Zahl der sogenannten „atypisch Beschäftigten“ um 132.000 Erwerbstätige auf 7,5 Millionen Menschen. In diese Gruppe fallen befristet Beschäftigte mit einem Anteil von 6,9 Prozent an allen Kernerwerbstätigen, in Teilzeit tätige Personen mit bis zu 20 Wochenarbeitsstunden mit 13,6 Prozent sowie geringfügig Beschäftigte mit 6,5 Prozent. Die Quote der Zeitarbeitnehmer stellte mit 1,9 Prozent den geringsten Wert. Ausdrücklich weist das Statistische Bundesamt darauf hin, dass „sich der seit 2012 beobachte Rückgang atypischer Beschäftigungsverhältnisse“ damit weiter fortsetze. „Ihr Anteil an den Kernerwerbstätigen nahm weiter leicht ab auf 20,9 % (2013: 21,4 %).“ Mit 31,6 Prozent befanden sich 2014 mehr Frauen in diesen Anstellungsverhältnissen, während es bei den erwerbstätigen Männern 11,6 Prozent waren. Ein Viertel der Frauen (24,8 Prozent) arbeitet nach Angaben der Behörde in Teilzeit mit bis zu 20 Wochenstunden, weitere 10,7 Prozent gingen einer geringfügigen Beschäftigung nach.

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Doris Droste
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