Statistisches Bundesamt: Reale Verdienste legten im 2. Quartal 2016 um 2,3 Prozent zu

Die Tarifbeschäftigten in Deutschland verfügten im zweiten Quartal dieses Jahres über deutlich mehr Geld: Seit dem Vorjahresquartal erhöhten sich die nominalen Verdienste bis Juni dieses Jahres um 2,4 Prozent. Damit stiegen die Reallöhne in Deutschland im gleichen Zeitraum um 2,3 Prozent. Dies geht aus der vierteljährlichen Verdiensterhebung hervor, die das Statistische Bundesamt (Destatis) ausgewertet hat. Gleichzeitig legte der Verbraucherpreisindex um lediglich 0,1 Prozent zu, womit real mehr Geld bei den Beschäftigten ankam.

Eine „unterdurchschnittliche“ Erhöhung der Nominallöhne verzeichnete die Behörde zwischen dem zweiten Quartal 2015 und dem zweiten Quartal 2016 im Verarbeitenden Gewerbe. In diesem Bereich legten diese nur leicht um 1,0 Prozent zu. „Dies ist darauf zurückzuführen, dass bedeutende Tarifabschlüsse der Metall- und Elektroindustrie sowie der chemischen Industrie noch nicht wirksam beziehungsweise nicht ausgezahlt wurden“, erläutert das Statistische Bundesamt. Die stärksten Lohnanstiege gab es hingegen im Grundstücks- und Wohnungswesen um 4,7 Prozent sowie in der Branche Verkehr und Lagerei um 3,2 Prozent.

Eine „negative nominale Lohnentwicklung“ gab es außerdem im Wirtschaftszweig Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden mit einem Minus von 0,3 Prozent. Dies sei der Behörde zufolge auf die Entwicklung der Sonderzahlungen zurückzuführen. „Die nominalen Verdienste ohne Sonderzahlungen sind dagegen im betrachteten Zeitraum in dieser Branche gestiegen (+ 1,0 %)“, heißt es weiter. Auch bei den Tarifverdiensten werde laut Statistischem Bundesamt die „zuvor beschriebene Entwicklung der Nominallöhne mit und ohne Sonderzahlungen“ spürbar.

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Doris Droste
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