Statistisches Bundesamt: Neues Rekordhoch auf dem Arbeitsmarkt

Noch nie waren so viele Menschen in Deutschland berufstätig wie im vergangenen Jahr – am Montag konnte das Statistische Bundesamt (Destatis) im achten Jahr in Folge einen Höchststand vermelden. Durchschnittlich 42,6 Millionen Personen mit Wohnort in der Bundesrepublik waren im Jahr 2014 erwerbstätig. Das waren 372.000 Personen bzw. 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Erwerbslosen sank im Jahresdurchschnitt im Vergleich zu 2013 um 77.000 Personen (-3,5 Prozent) auf 2,1 Millionen Menschen. „Die Nettozuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und eine insgesamt gestiegene Erwerbsneigung dürften diese Entwicklung weiterhin begünstigt haben“, teilte Destatis mit. Fast alle Wirtschaftsbereiche konnten im vergangenen Jahr Beschäftigungsgewinne verzeichnen: Mit einem Plus von 324.000 Erwerbstätigen (+1,0 Prozent) nahmen die Dienstleistungsbereiche die Spitzenposition ein. “ Den größten Anteil daran hatten die Öffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit + 112 000 Erwerbstätigen (+ 1,1 %) gefolgt von Handel, Verkehr und Gastgewerbe (+ 99 000 Erwerbstätige beziehungsweise + 1,0 %) sowie den unternehmensnahen Dienstleistungen (+ 88 000 Erwerbstätige beziehungsweise + 1,6 %)“, heißt es auf der Website von Destatis. Zuwächse gab es zwar auch in den produzierenden Bereichen, die aber mit einem Plus von 0,2 Prozent im Produzierenden Gewerbe und 0,7 Prozent im Baugewerbe deutlich geringer ausfielen.

„Zum Jobwunder haben die Hartz-Reformen der rot-grünen Regierung von Gerhard Schröder genauso beigetragen wie die moderate Lohnpolitik von Arbeitgebern und Gewerkschaften, Öffnungsklauseln in Tarifverträgen oder der Wirtschaftsaufschwung nach dem Rezessionsjahr 2009“, schreibt das „Handelsblatt“ über das neue Rekordhoch. Die medialen Kommentatoren sehen noch ungenutzte Potentiale bei den Langzeitarbeitslosen und Migranten: während die Politik im Bereich der Langzeitarbeitslosen „mit dem Schwenk weg von staatlich subventionierter Pseudobeschäftigung hin zu individuellen Betreuungsansätzen auf einem guten Weg zu sein scheint, fehlen der Regierung bei der Zuwanderungspolitik leider noch der Mut oder die Erkenntnis – oder beides“, urteilt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ).

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Doris Droste
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