Statistisches Bundesamt: Mehr Ausländer erhielten 2015 Asylbewerberleistungen

Im vergangenen Jahr bezogen rund 975.000 Ausländer in Deutschland Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Damit stieg deren Zahl gegenüber 2014 um 169 Prozent und zum sechsten Mal in Folge seit 2010. Im Vorjahr erhielten 363.000 Personen die Leistungen. Zu diesen Ergebnissen kommt das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer aktuellen Erhebung.

Wie die Behörde mitteilt, waren 67 Prozent der Berechtigten Männer und 33 Prozent Frauen, die 2015 Asylbewerberleistungen erhielten. Der Großteil (rund 70 Prozent) der Leistungsbezieher waren Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren, darüber hinaus erhielten die Aufwendungen etwa 30 Prozent Minderjährige unter 18 Jahren, und nur etwa ein Prozent älter als 65 Jahre. „Leistungsberechtigt sind Ausländer, die sich tatsächlich im Bundesgebiet aufhalten und eine der in § 1 AsylbLG aufgeführten Voraussetzungen erfüllen“, erläutert das Statistische Bundesamt. Zu den Voraussetzungen zählt die Behörde neben der Aufenthaltsgestattung auch eine Aufenthaltserlaubnis zum subsidiären Schutz oder die Duldung von Ausländern.

63 Prozent der Leistungsempfänger stammte 2015 aus Asien, wovon der Großteil Syrer waren, gefolgt von Afghanen und Irakern. Weitere 22 Prozent der Empfänger kamen aus Europa und 13 Prozent aus Afrika. Der Großteil der europäischen Leistungsbezieher stammte aus Serbien, dem Kosovo oder Montenegro oder aus einem der Vorgängerstaaten. 91 Prozent der Regelleistungsempfänger bezogen laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr Grundleistungen, die zur Deckung des Lebensbedarfs beispielsweise an Ernährung, Unterkunft und Kleidung dienten. Der Behörde zufolge gab es bei den Grundleistungen 2015 einen Zuwachs von 176 Prozent und damit „die höchste Steigerung bei den Empfängerinnen und Empfängern im Vergleich zum Vorjahr“.

Das Asylbewerberleistungsgesetz sieht darüber hinaus die Zahlung eines monatlichen Geldbetrags für die persönlichen Bedürfnisse der Empfänger vor wie auch die Entrichtung von Leistungen in speziellen Bedarfssituationen, zum Beispiel bei Krankheit, Schwangerschaft oder Geburt. Diese Leistungen zusammen mit den Regelleistungen wurden im vergangenen Jahr von 340.000 Personen bezogen.

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Doris Droste
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