Statistisches Bundesamt: Höhere Tariflöhne im dritten Quartal 2016

Nach Tarif entlohnte Beschäftigte in Deutschland haben im dritten Quartal 2016 im Durchschnitt 3,0 Prozent mehr verdient als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Nach Abzug der Sonderzahlungen konnten sich Tarifbeschäftigte noch über einen Zuwachs von 1,9 Prozent freuen. Zu diesen Ergebnissen kommt das Statistische Bundesamt (Destatis).

Wie die Behörde mitteilt, lässt sich der „vergleichsweise hohe Anstieg der Tarifverdienste“ zwischen Juli und September 2016 auf Tariferhöhungen ab 1. März 2016 zurückführen, die jedoch erst im August und September zur Auszahlung kamen. Den Beschluss zur Erhöhung der Tarife um 2,4 Prozent hatten die Tarifvertragsparteien für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Gemeinden (TVöD) im April dieses Jahres getroffen. Die größten Erhöhungen der Tarifverdienste im dritten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gab es in der Wasserversorgung und Entsorgung um 5,9 Prozent, gefolgt von der Energieversorgung um 4,1 Prozent sowie im Gesundheits- und Sozialwesen um 3,9 Prozent. „Im Verarbeitenden Gewerbe (+ 3,4 %) machten sich im dritten Quartal 2016 vor allem die Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie zum 1. Juli sowie in der Chemischen Industrie zum 1. August 2016 bemerkbar“, heißt es dazu beim Statistischen Bundesamt. Einen „unterdurchschnittlichen“ Anstieg verzeichnete die Behörde dagegen in den Wirtschaftszweigen Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden und Verkehr und Lagerei, wo die Tarifverdienste jeweils nur um 0,8 Prozent zulegten.

Gleichzeitig gab die Behörde eine erste Prognose im Hinblick auf die Tarifverdienste im Jahresdurchschnitt 2016 bekannt, die nach vorläufigen Berechnungen um 2,0 Prozent höher ausfallen sollen als im Vorjahr. Werden die Sonderzahlungen herausgerechnet, „werden die tariflichen Monatsverdienste 2016 voraussichtlich um 1,9 % gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt steigen“.

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