Statistisches Bundesamt: Erwerbstätigkeit 2014 auf Höchststand

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort: Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, waren im Jahr 2014 nach ersten vorläufigen Berechnungen in Deutschland Rund 42,7 Millionen Menschen erwerbstätig, das waren 371.000 oder 0,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit setzte sich der seit 2006 anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit in Deutschland weiter fort. Gleichzeitig erreichte 2014 die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland im achten Jahr in Folge einen neuen Höchststand, heißt es auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes.

Deutschland hat mit 4,8 Prozent (nach internationaler Abgrenzung) die niedrigste Arbeitslosenquote in Europa, gefolgt von Österreich mit 4,9 Prozent. Innerhalb der EU ist nach wie vor die Erwerbslosigkeit in Griechenland (Quote im Oktober 2014: 25,8 Prozent) und Spanien (Quote Dezember 2014: 23,7 Prozent) am höchsten. Allerdings verzeichnete Griechenland in der EU zuletzt den größten Rückgang der Erwerbslosenquote im Vorjahresvergleich.

Wie ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes hervorhob, profitiert der Arbeitsmarkt zurzeit auch von Zuwanderung, vor allem aus süd- und osteuropäischen Ländern, und dem Abbau der sogenannten „Stillen Reserve“. Dabei handelt es sich insbesondere um Frauen, die beispielsweise nach einer erziehungsbedingten Unterbrechung in den Beruf zurückkehren. Aufgrund dieser beiden Entwicklungen – der Zuwanderung und der gestiegenen Erwerbsneigung – ist das Arbeitskräfteangebot nach Schätzungen des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2014 um fast 140.000 Personen gestiegen. Ohne diese Effekte wäre das Arbeitskräfteangebot allein infolge der demografischen Entwicklung um 300.000 Personen gesunken und ein Anstieg der Erwerbstätigkeit in der für 2014 festgestellten Größenordnung nicht möglich gewesen.

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Doris Droste
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