Rückgang beim Export – Prognose dennoch positiv

Die Ausfuhren aus Deutschland sind zum Jahresauftakt so stark zurückgegangen wie seit dem Sommer 2014 nicht mehr. Die deutschen Exporteure setzten im Januar 2,1 Prozent weniger um als im Dezember, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das war der stärkste Rückgang seit August 2014. Im Dezember gab es noch ein kräftiges Wachstum von 2,8 Prozent.

Der schwache Start ins neue Jahr geht vor allem auf eine sinkende Nachfrage aus den Euroländern zurück. Diese sind der wichtigste Absatzmarkt für Waren aus Deutschland. Die Ausfuhren in Euroländer lagen um 2,8 Prozent niedriger als im Januar 2014, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Die Exporte in die nicht zur Eurozone gehörenden EU-Länder, zu denen etwa Polen und Großbritannien gehören, zogen hingegen um drei Prozent an. Der Umsatz mit Ländern außerhalb der Europäischen Union - dazu zählen auch die beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China - gab um 0,5 Prozent nach.

Laut Spiegel online rechnen die deutschen Exporteure allerdings für das Gesamtjahr mit einem deutlichen Plus. Der Branchenverband Bundesverband Groß- und Einzelhandel (BGA) geht davon aus, dass die Ausfuhren in diesem Jahr um vier Prozent auf 1.172 Milliarden Euro zulegen. „Das wäre eine neue Bestmarke. Impulse werden vor allem vom schwachen Euro erwartet, der deutsche Waren in anderen Währungsgebieten preislich attraktiver macht“, schreibt Spiegel online. Auch Analysten sagten, der schwächere Jahresauftakt sei kein Signal für eine bevorstehende Konjunkturschwäche. Denn die deutsche Binnenkonjunktur sei sehr stark, und es sei auch nur eine Frage der Zeit, ab wann der schwache Euro sich in den Exportdaten niederschlage.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück

Pressekontakt

Photo of Doris  Droste

Doris Droste
Leiterin der Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 30 206098 -30
Fax +49 30 206098 -39