PISA-Ergebnisse können Wohlstand in Deutschland gefährden

Laut der neuen Ergebnisse der PISA-Studie, die regelmäßig Jugendliche weltweit im Hinblick auf deren Bildungskenntnisse testet, bekleidet Deutschland nur einen Platz im Mittelfeld. Nach Angaben der „Welt“ stagniert derzeit das Niveau nicht nur, sondern es gibt sogar Rückschritte in naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik. Deutsche Ökonomen warnen daher hierzulande vor Verlust des Wohlstands, der „mit mittleren Bildungsergebnissen nicht zu halten sein wird“, heißt es in der Zeitung.

„Wir Deutschen leben in der globalisierten Welt davon, dass wir eine Wissensgesellschaft sind, und das Humankapital ist entscheidend für unseren künftigen wirtschaftlichen Erfolg“, wird Ludger Wößmann, Leiter des ifo Zentrums für Bildungsökonomik am ifo Institut, in der „Welt“ zitiert. So hätte insbesondere das starke Bildungssystem Einfluss auf die positive wirtschaftliche Entwicklung in Ländern wie Singapur, Taiwan oder Südkorea gehabt. Laut Wößmann könne Deutschlands Wohlstand aber nur gesichert werden, wenn das Bildungsniveau wieder stiege. So werde sich auch mit einem besseren Abschneiden beim PISA-Test, womit das deutsche Bildungssystem besser zu bewerten wäre, das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland erhöhen. Ein regelrechtes „Alarmsignal“ ist der „Welt“ zufolge jedoch das schlechte Abschneiden der Schüler im Fach Mathematik , da bereits heute Fachkräfte wie Techniker, Naturwissenschaftler, Ingenieure und IT-Kräfte für die sogenannten MINT-Berufe benötigt werden.

Gleichzeitig offenbart der PISA-Test laut „Welt“, dass fast jeder fünfte Jugendliche „in den wichtigsten Fächern nicht einmal die Mindestanforderungen“ mitbringt und damit „als nicht ausbildungsfähig“ gilt. Dem Report „Ausbildung 2016“ des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zufolge wird den Auszubildenden in fast 40 Prozent der Ausbildungsbetriebe Nachhilfe angeboten. Weitere 30 Prozent greifen außerdem auf ausbildungsbegleitende Hilfen der Bundesagentur für Arbeit zurück. „Problematischer noch als fehlende Mathematik- oder Deutschkenntnisse sind mangelhafte soziale Kompetenzen“, erklärt Berit Heintz, Referatsleiterin Schulpolitik beim DIHK. „Fast jeder zweite Betrieb attestiert den Jugendlichen fehlende Belastbarkeit und sogar fast 60 Prozent bemängeln eine zu geringe Leistungsbereitschaft“, heißt es weiter in der „Welt“. 

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Gesa Kok
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