OECD-Studie: Arbeitsmarkt steckt weiter in der Krise

Die internationale Wirtschaftskrise der Jahre 2007/2008 hat dem Arbeitsmarkt in vielen Industriestaaten stark zugesetzt. In vielen Ländern sind noch immer mehr Menschen arbeitslos als vor der Krise. Deutschland schneidet im internationalen Vergleich aber relativ gut ab. Das geht aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, wie auf dem Onlineportal der „WirtschaftsWoche“ berichtet wird.

Die Arbeitslosigkeit in vielen europäischen Ländern ist noch immer sehr hoch. Nach Einschätzung der OECD kämpfen viele Industriestaaten auch heute noch mit den Auswirkungen der schweren Finanzkrise von 2007/2008. Bis voraussichtlich Ende 2016 „werde die Arbeitslosigkeit über dem Niveau vor Krisenbeginn“ stagnieren, heißt es auf der Website der „WirtschaftsWoche“. In der kürzlich von der OECD vorgelegten Studie wurde die Lage in den 34 OECD-Mitgliedsstaaten untersucht. Diese hätte sich in zahlreichen Industriestaaten bereits leicht verbessert, berichtet die „Berliner Zeitung“. „Demnach lag im vierten Quartal 2014 die Arbeitslosenquote im OECD-Durchschnitt bei 7,1 Prozent und damit 1,6 Prozentpunkte höher als vor der Wirtschaftskrise.“ Mehr als 42 Millionen Menschen seien in diesem Jahr in den OECD-Mitgliedsstaaten auf Jobsuche – 11 Millionen mehr als vor der Krise. Laut der Zeitung sei die Arbeitslosigkeit in Griechenland mit mehr als 25 Prozent am höchsten, danach folgten Spanien, Portugal und Italien. In Deutschland hingegen liege die Beschäftigung bei 74 Prozent und die Arbeitslosenquote bei nur 4,7 Prozentpunkten, so die „WirtschaftsWoche“. Mit diesen Werten gehöre Deutschland zu den OECD-Ländern, die eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten aufweise.

Die OECD halte zudem die Entwicklung der Reallöhne für beunruhigend, schreibt die „Berliner Zeitung“ weiter. So lagen die Lohnzuwächse bei 1,8 Prozent vor der Krise, nach der Krise hingegen konnte lediglich eine Steigerung von 0,5 Prozent erzielt werden. Mit den größten Einbußen sei erneut Griechenland trauriger Spitzenreiter. Der Trend in den OECD-Staaten gehe zudem in Richtung Teilzeitbeschäftigung. So arbeiteten rund 20 Prozent der Beschäftigten mittlerweile nicht mehr in Vollzeit.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück

Pressekontakt

Photo of Doris  Droste

Doris Droste
Leiterin der Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 30 206098 -30
Fax +49 30 206098 -39