OECD: Eurozone gefährdet weltweites Wachstum

Die Eurozone sei „zu einem großen Risiko für das weltweite Wirtschaftswachstum geworden“, heißt es im Konjunkturausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der am Dienstag in Paris präsentiert wurde und ein breites Medienecho fand.

Für den Euroraum rechnet die OECD nur noch mit einem Anstieg von 0,8 Prozent in 2014. Für das kommende Jahr senkte sie die Aussichten für das europäische Wirtschaftswachstum um 0,6 auf 1,1 Prozent. Als Gründe nannten OECD-Experten gegenüber „heute.de“, der „Welt“ und „RP Online“ eine sinkende Investitionsnachfrage in China, kriselnde EU-Handelspartner und die Ukrainekrise mit Russland.

„Die geopolitischen Risiken haben weltweit zugenommen. Deutschland als Exportnation ist davon besonders betroffen“, sagte Christian Kastrop, Deutschland-Experte und Leiter der Abteilung für wirtschaftliche Studien bei der OECD, im Gespräch mit der „Welt“. Im Hinblick auf das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwartet die OECD für 2014 nur noch einen Zuwachs von 1,5 Prozent und für 2015 ein Plus von 1,1 Prozent. Im Mai lag die Wachstumsprognose für das laufende Jahr noch bei 1,9 Prozent bzw. bei 2,3 Prozent für das kommende Jahr.

Gleichzeitig fordert die OECD von der deutschen Bundesregierung größere Anstrengungen für mehr Wachstum: „Die wachstumsfördernden Maßnahmen sollen weiter erhöht werden“, zitiert „heute.de“ aus dem Wirtschaftsausblick der OECD. „Diese würden das Wachstum auf kurze Sicht ankurbeln und – über eine Zunahme der Importe – für positive Effekte auf den Euro-Raum sorgen.“ Ein weiterer Hebel für eine Konjunkturbelebung liege beim Abbau von Regulierungen im Dienstleistungssektor, so die OECD-Experten.

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Doris Droste
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