Mittelständler machen sich die größten Sorgen um ihr Personal

Die Frage, ob genug Aufträge eingehen, ist offenbar nicht die Hauptsorge der mittelständischen Firmen in Deutschland. Denn wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, treibt Unternehmer etwas ganz anderes um: das Personal. Die FAZ berichtet von einer Umfrage des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung (IfM), in der rund 1.000 mittelständische Betriebe nach ihren Zukunftsplänen, -sorgen und -problemen befragt wurden. Ganz oben auf der Liste hätten gleich vier Personalthemen gestanden: Die Gewinnung von fähigen und talentierten Managern, das Finden und die Sicherung von Fachkräften sowie die Fähigkeit, im Wettbewerb um Talente konkurrenzfähig zu bleiben.

Erst danach – also an fünfter Stelle – wurde die Sicherung neuer Aufträge genannt, schreibt die FAZ. Die Zeitung zitiert IfM-Präsidentin Friederike Welter mit den Worten: „Das ist eine deutliche Verschärfung zum Vorjahr. Fach- und Führungskräfte auf allen Ebenen zu finden ist zur größten Herausforderung im Mittelstand geworden.“ Der Artikel betont allerdings, dass die mittelständischen Unternehmer keinesfalls untätig seien. Für drei von vier Unternehmen sei es beispielsweise heutzutage „eine Selbstverständlichkeit“, im eigenen Betrieb auszubilden.

IfM-Präsidentin Welter weist in der FAZ allerdings darauf hin, dass der Kontakt zu Hochschulen noch intensiviert werden müsse. Dies gelte besonders im Hinblick auf Fachkräfte aus dem Ausland. „Die Hochschulen haben heute einen Anteil von 20 bis 30 Prozent ausländischer Studenten“, so Welter. Der Mittelstand solle mehr Gebrauch von diesem „Reservoir“ machen. Die FAZ vermeldet aber auch Positives: Die Umfrage mache deutlich, dass deutsche Mittelständler viel in Forschung und Entwicklung investieren. Im Durchschnitt würden Betriebe aus der Industrie, aus dem Handel und aus dem Dienstleistungssektor 3,4 Prozent der Erlöse in diesem Bereich ausgeben.


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Doris Droste
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