Mehr Lohn für Beschäftigte in der Chemiebranche

Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) haben sich auf künftig 3,7 Prozent mehr Lohn für die rund 500.000 Beschäftigten in der Chemieindustrie geeinigt. Dies vermelden die Medien heute übereinstimmend. Die Einigung kam den Berichten zufolge nach der zweiten Verhandlungsrunde im niedersächsischen Hannover zustande, die Laufzeit des ausgehandelten Kompromisses beläuft sich demnach auf insgesamt 14 Monate. Mit eingeschlossen ist ein sogenannter Leermonat – eine Wartezeit, in der keine Lohnerhöhung stattfindet.  Das Verhandlungsergebnis ist die erste große Tarifeinigung in einer der sogenannten Schlüsselbranchen im Jahr 2014.

Im Online-Auftritt der „Tagesschau“ heißt es, Betriebe mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten könnten die Tariferhöhung um „bis zu zwei Monate nach hinten verschieben, wenn die wirtschaftliche Lage dies erfordert“. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet indes von einem neuen, mit ausgehandelten Ausbildungstarifvertrag. Durch diesen solle erreicht werden, dass junge, gerade die Ausbildung absolvierte Menschen seltener als bisher ein befristetes Jobangebot erhielten. Im Falle einer Übernahme solle die unbefristete Stelle zum Regelfall werden. „Befristungen werden damit für die Betriebe stärker begründungspflichtig als bisher“, schreibt die FAZ. „Allerdings können sie – anders al in der Metall- und Elektroindustrie – weiterhin frei entscheiden, ob sie einen Lehrling übernehmen wollen.“

Beide Verhandlungsseiten kommentierten in den Medien das Ergebnis. Die FAZ zitiert den BAVC mit den Worten, „die Arbeitgeber seien vor allem beim Geld bis ans äußerste Limit gegangen.“ Dank „flexibler Elemente werde aber die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nicht gefährdet“. Der IG BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis sagt hingegen in der FAZ, das „Ergebnis stehe in der Tradition einer erfolgreichen Tarifpolitik für die Chemieindustrie“.

In der Zeitarbeit gilt seit dem 1. November 2012 für die Chemische Industrie ein Branchenzuschlagsvertrag, den die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ), bestehend aus BAP und iGZ, mit der IG BCE abgeschlossen hat. Durch die vereinbarten Branchenzuschläge werden Zeitarbeitnehmer in Stufen an Equal Pay herangeführt.

Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück

Pressekontakt

Photo of Doris  Droste

Doris Droste
Leiterin der Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 30 206098 -30
Fax +49 30 206098 -39