Markit-Index: Deutsche Wirtschaft mit schwachem Wachstum im September 2016

Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war im September dieses Jahres um 0,6 Punkte rückläufig und verzeichnete mit einem Stand von 52,7 Zählern „das schwächste Wachstum seit knapp eineinhalb Jahren“. Zu diesem Ergebnis kommt das Analyseunternehmen Markit in seinem für Deutschland erhobenen Einkaufsmanagerindex (Markit Flash Deutschland Composite Index Produktion) – einer Befragung unter etwa 1.000 deutschen Unternehmen im Industrie- und Servicesektor.

„Während die Geschäfte im Servicesektor nahezu stagnierten, wurde die Industrieproduktion abermals kräftig ausgeweitet“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung von Markit. So wurde ein Plus bei den Auftragseingängen in beiden Bereichen verzeichnet, das jedoch im Servicesektor im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 „dürftig“ ausfiel. Die Industrieunternehmen konnten sich allerdings über so viele Auslandsbestellungen – vor allem aus Asien und den USA – freuen wie seit Anfang 2014 nicht mehr. Der Auftragszuwachs hatte wiederum Auswirkungen auf den Auftragsbestand, der bei den Dienstleistern zu einem Rückgang führte, dagegen aber in der Industrie „mit solider Rate“ zulegte. Laut Oliver Kolodseike, Autor der Erhebung und Ökonom bei IHS Markit, seien die Ergebnisse „ein klarer Hinweis darauf, dass die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal 2016 zwar weiter gewachsen ist, jedoch an Fahrt verloren hat“. Die Geschäftsaussichten im Servicesektor für die kommenden Monate versprechen allerdings eine Verbesserung gegenüber der derzeitigen Lage. Die befragten Unternehmen aus diesem Bereich gehen jedenfalls für die nächste Zeit von Effizienzsteigerungen, Neukunden und „spendierfreudigeren“ Bestandskunden aus.

Gleichzeitig ermittelte Markit auch für die Eurozone ein verlangsamtes Wachstum im September dieses Jahres. Der Index für die Eurozone fiel auf den niedrigsten Stand seit 20 Monaten und steht nun bei 52,6 Zählern. Auch auf europäischer Ebene „verzeichneten die Dienstleister das schwächste Geschäftswachstum seit Ende 2014, wohingegen die Industrieproduktion mit der höchsten Rate seit Dezember letzten Jahres ausgeweitet wurde“, schreiben die Analytiker.

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Doris Droste
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