Leichte Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft

Überraschend ist der Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts seit einem halben Jahr zum ersten Mal wieder gestiegen. Wie unter anderem „Die Welt“ in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, nahm der Index im November um 1,5 Punkte zu und erreichte damit einen Wert von 104,7 Punkten. Laut Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn ist der Abschwung der deutschen Wirtschaft somit „zumindest unterbrochen“.

„Die rund 7000 befragten Firmenchefs beurteilten nicht nur die aktuelle Lage optimistischer, sondern auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate“, schreibt „Die Welt“. Zwei wesentliche Gründe haben offenbar zu dieser Stimmungsaufhellung beigetragen: Zum einen der schwache Euro-Kurs und zum anderen der niedrige Ölpreis. Die Euro-Schwäche hilft der traditionell exportstarken deutschen Wirtschaft, weil sie „Ausfuhren nach Übersee verbilligt“, so „Die Welt“. Dies dürfte auch in den kommenden Monaten so bleiben, weil Experten erwarten, dass der Euro-Kurs aufgrund „der anhaltend lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter nachgibt“, so die Zeitung. Der seit Jahresbeginn um fast 30 Prozent gefallene Ölpreis wirkt sich dagegen deswegen positiv aus, weil „Unternehmen und Verbraucher im kommenden Jahr nach Berechnungen der Großbank UniCredit um 35 Milliarden Euro“ entlastet würden, erklärt „Die Welt“. Die Stimmung habe sich deswegen nicht nur in der Industrie, sondern auch im Handel aufgehellt, der ein gutes Weihnachtsgeschäft erwarte.

Trotzdem warnt das Ifo-Institut vor zu großem Optimismus bei der konjunkturellen Entwicklung. Es sei zu früh von einer Trendwende zu sprechen, zitiert „Die Welt“ den Ifo-Experten Klaus Wohlrabe. Es müsse erst einmal abgewartet werden, ob sich diese Entwicklung im Dezember fortsetze.  „Große Sprünge“  werde es nicht geben, stattdessen erwartet Wohlrabe wie andere Ökonomen nach Angaben der „Welt“ „unverändert ein Wachstum an der Nulllinie“.

Für den Ifo-Index befragt das Münchner Institut monatlich rund 7.000 Unternehmen, zu denen nicht nur die großen Konzerne, sondern auch kleine Betriebe und Geschäfte gehören.  „Der Ifo-Index gilt als wichtiges Stimmungsbarometer für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Lange bevor sich das Auf und Ab der Wirtschaft in amtlichen Zahlen zeigt, bildet er seit Jahrzehnten recht zuverlässig die Lage ab“, erläutert „Die Welt“.

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Doris Droste
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