KfW-Konjunkturkompass: Wirtschaft in der Eurozone wird wachsen

Obwohl die erste Jahreshälfte 2016 von wachsenden Unsicherheiten in Europa wie dem Votum über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) geprägt war, geht das volkswirtschaftliche Kompetenzzentrum der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), KfW Research, davon aus, dass die Konjunktur in der Eurozone stärker als erwartet zulegen wird. Mit einem Wachstum von 1,5 Prozent für 2016 (Vorprognose: 1,3 Prozent) und 1,4 Prozent (Vorprognose: 1,1 Prozent) im kommenden Jahr soll die Konjunktur in der Eurozone nun deutlich stärker anziehen als zuvor prognostiziert.

„Die Eurozone befindet sich weiter in einer vorsichtigen Aufschwungphase“, kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefsvolkswirt bei der KfW Bankengruppe, die Prognose des Kompetenzzentrums. Die wirtschaftliche Entwicklung werde aufgrund politischer Unsicherheiten in Europa wie „der Lage in der Türkei, die nach wie vor angespannte Situation in der Ukraine, die noch immer ungeklärte Regierungsbildung in Spanien oder das anstehende Referendum in Italien“ trotzdem einen leichten Dämpfer erhalten, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der KfW. „Dass Investitionen den Konsum als Wachstumstreiber schrittweise ablösen und ein kraftvoller, selbsttragender Aufschwung in Gang kommt, wird sich vorerst nicht erfüllen“, so Zeuner weiter.

Dem KfW Research Kompetenzzentrum zufolge wachse die europäische Währungsunion insgesamt „robust“, wobei die konjunkturelle Entwicklung in diesem Jahr vor allem in Deutschland und Spanien „dynamisch“ verlief während diese in Frankreich und Italien „stagnierte“.  Da Italien laut KfW derzeit mit einer Rezession kämpft, die Erholung auf dem Arbeitsmarkt sich verlangsamt hat und derzeit nur wenige Investitionen getätigt werden, bleibe das Land im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung  das „Sorgenkind“ in der Eurozone.

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Doris Droste
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