Jung, männlich, gut qualifiziert – Unternehmensgründer in Deutschland

Gründer von Unternehmen sind in Deutschland in der Regel eher jünger, höher qualifiziert und häufiger männlich. Das sind Ergebnisse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit und des Instituts für Wirtschaftsgeographie der Leibniz-Universität Hannover.

Wie die Forscher festgestellt haben, gründen ältere Menschen seltener Unternehmen als jüngere. Die Wahrscheinlichkeit, ein Unternehmen zu gründen, beträgt in der Gruppe der 18-Jährigen 4,2 Prozent, erreicht in der Gruppe der 35- bis 40-Jährigen mit 7,2 Prozent den höchsten Wert und sinkt bei den 64-Jährigen auf nur noch 1,5 Prozent. Das Durchschnittsalter der Gründer lag dabei bei 38,6 Jahren. Außerdem sind die Firmengründungen Älterer „in geringerem Maße mit Produktinnovationen verbunden: Wenn Ältere gründen, versuchen sie seltener für Kunden Neues anzubieten oder herzustellen“. Bei Prozessinnovationen, die sich auf betriebliche Herstellungsprozesse beziehen, gab es allerdings keinen Unterschied zwischen den Altersgruppen.

Die Forscher haben zusätzlich herausgefunden, dass Männer prinzipiell eher gründen als Frauen. Die Gründungswahrscheinlichkeit gleicht sich mit zunehmendem Alter jedoch immer mehr an, sodass in der Altersgruppe der 64-Jährigen kein Unterschied mehr zwischen den Geschlechtern festzustellen war. Aber auch die Qualifikation wirkt sich auf die Wahrscheinlichkeit einer Unternehmensgründung aus: „je höher die Qualifikation, desto höher die Gründungswahrscheinlichkeit. Bei den Universitätsabsolventen zeigt sich, dass das Maximum der Gründungswahrscheinlichkeit bereits im Alter von 32 bis 35 Jahren erreicht wird“, heißt es dazu auf der Website des IAB.

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Gesa Kok
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