IW Köln: Unternehmen planen die Einstellung von Flüchtlingen

Elf Prozent der deutschen Unternehmer beabsichtigen, künftig Flüchtlinge in ihren Betrieben zu beschäftigen. Mehr als 40 Prozent der Geschäftsführer, die bereits Asylsuchende zu ihrer Belegschaft zählen, haben außerdem vor, noch weitere einzustellen. Zu diesen Ergebnissen kommt die IW Consult, eine Tochtergesellschaft des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), nach Befragung von etwa 900 Geschäftsführern aus dem Industrie- und Dienstleistungssektor.

Derzeit beschäftigen rund sieben Prozent der Unternehmen Flüchtlinge oder haben dies in den vergangenen Jahren getan. Daher wertet das IW Köln die Einstellungsbereitschaft deutscher Unternehmen als „Hoffnungsschimmer“ für den Arbeitsmarkt hierzulande. Gut eine Million Flüchtlinge kamen 2015 nach Deutschland. Von den Geflüchteten aus Kriegs- und Krisenregionen wie Syrien, Afghanistan, Eritrea und dem Irak wurden bislang die wenigsten in den Arbeitsmarkt integriert. Im Februar 2016 war die Zahl der Arbeitslosen aus diesen Regionen mit gut 90.000 „fast doppelt so hoch wie die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von dort“, heißt es beim IW Köln.

Trotz der generellen Einstellungsbereitschaft der Unternehmen bemängeln die Geschäftsführer die fehlende Sprachkompetenz der Flüchtlinge, die dem IW Köln zufolge ein „großes Hemmnis“ darstelle. 60 Prozent der Befragten sehen in der geringen fachlichen Qualifikation der Zuzügler „eine allzu hohe Hürde“. Als problematisch beurteilen außerdem gut 50 Prozent der Geschäftsführer Unklarheiten beim Aufenthaltsrecht. IW-Direktor Michael Hüther bekräftigt: „Die Bundesregierung muss es Flüchtlingen weiter erleichtern, Deutsch zu lernen und sich fortzubilden.“ Hüther plädiert gleichzeitig dafür, die Flüchtlinge regional besser zu verteilen, was „ein Erfolgsfaktor zur Beschäftigung von mehr Flüchtlingen“ sei und deren Integrationschancen verbessere. 

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Doris Droste
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