IW Köln: Nur ein Prozent Wachstum im Jahr 2017

Die unter anderem durch Trumps Wahlsieg zum US-Präsidenten und das Brexit-Votum verursachte „globale Verunsicherung“ wird  Auswirkungen auf die deutsche Konjunktur haben, sodass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2017 real nur um gut ein Prozent wachsen wird. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Rahmen einer Konjunkturumfrage unter rund 2900 Unternehmen in Deutschland. Im laufenden Jahr liegt das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes mit 1 ¾  Prozent dagegen deutlich höher.

Hinsichtlich der Produktionserwartungen für das kommende Jahr rechnen knapp 39 Prozent der befragten Unternehmen mit einer steigenden Produktion in 2017, 13 Prozent erwarten einen Rückgang und knapp die Hälfte geht von einer Stagnation aus. Die Erwartungen für 2016 und 2017 liegen damit in etwa gleich. Im Vergleich der einzelnen Branchen blickt die Industrie am zuversichtlichsten in die Zukunft: Rund 43 Prozent der Unternehmen erwarten ein Umsatzplus.Als wesentliche Treiber der deutschen Wirtschaft wirkt laut der Umfrage neben einem stabilen positiven Arbeitsmarkt der durch günstige Kredite und geringe Sparanreize begünstigte private Konsum.

Als problematisch beurteilen die IW-Statistiker die globalen politischen und ökonomischen Entwicklungen, insbesondere die „protektionistischen Tendenzen“ vieler Länder: „Gerade für Deutschland als exportorientiertes Land wäre ein protektionistischer und isolationistischer Kurs der USA mittel- und langfristig ein Wachstumsrisiko“, warnen die Forscher mit Blick auf die Aussagen Donald Trumps, den Austritt der Briten aus der Europäischen Union oder auch die Staatsverschuldungen im südlichen Euroraum.

Vor diesem Hintergrund fordert IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt: „Europa muss seine hausgemachten Probleme lösen. Wenn die USA künftig wirklich weniger berechenbar sind, muss die EU umso berechenbarer und entscheidungsfähiger werden.“
 


 

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Doris Droste
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