IW Köln: Fachkräfteengpass in Fortbildungslehrgängen in Süddeutschland besonders hoch

In den süddeutschen Bundesländern ist Fachpersonal rar. Überdurchschnittlich häufig finden Arbeitgeber in den Sektoren Gesundheit, Soziales und Bildung sowie in der Metall- und Elektro-Industrie kaum noch Arbeitskräfte, die sich in sogenannten Fortbildungslehrgängen ausbilden lassen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) in einer aktuellen Studie.

Die Rekrutierung von Meistern, Technikern oder Fachwirten verläuft den Studienergebnissen zufolge insbesondere in Baden-Württemberg schleppend. So „kommen auf 100 gemeldete offene Stellen für Fortbildungsabsolventen nur 130 Arbeitslose“, schreiben die IW-Forscher. Problematisch ist zudem, dass „in der Regel nur jede zweite offene Stelle bei der Bundesagentur gemeldet wird“, was eine „beträchtliche Fachkräftelücke“ zur Folge hat. Auch die Bundesländer Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen beklagen einen Mangel an Bewerbern. Dabei bringen Aufstiegsfortbildungen für Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung diverse Vorzüge mit sich. So werden diese Berufsgruppen auf dem Arbeitsmarkt stärker nachgefragt und das Risiko, arbeitslos zu werden, ist geringer als in anderen Ausbildungsgängen. Auch erzielen Fortbildungsabsolventen „ein höheres Einkommen als jene, die ‚nur‘ eine Berufsausbildung haben“, heißt es weiter beim IW Köln. Trotz dieser Vorteile, kommen dem Institut zufolge „in einigen südlichen Bundesländern weniger als 100 Arbeitslose auf 100 gemeldete offene Stellen für Fortbildungsabsolventen“.

Um den Fachkräfteengpass zu bekämpfen, raten die IW-Forscher unter anderem den Unternehmen, Mitarbeiter in Aufstiegsfortbildungen ausreichend zu unterstützen und zu fördern. Auch eine überregionale Ausweitung der Rekrutierungswege könne sinnvoll sein, um neue Fachkräfte anzuwerben. 

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Doris Droste
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