IW Köln: Deutschland gehört zu den Industriestandorten mit den höchsten Arbeitskosten

Im weltweiten Vergleich belegte Deutschland im Jahr 2014 Rang sechs der teuersten Industriestandorte, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) herausgefunden hat. Nur Norwegen, die Schweiz, Belgien, Dänemark und Schweden wiesen höhere Arbeitskosten im Verarbeitenden Gewerbe auf.

Kosten von 37,81 Euro je Arbeitsstunde schlugen im letzten Jahr in Gesamtdeutschland für Industrieunternehmen zu Buche, hat das IW Köln berechnet. Berücksichtigt werden dabei nicht nur die Bruttolöhne und die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, sondern „auch die betriebliche Altersvorsorge und die sonstigen Zusatzkosten – dazu zählen die Aufwendungen für die Aus- und Weiterbildung, Entlassungsentschädigungen, Kantinenzuschüsse, Familienbeihilfen“, heißt es dazu auf der Website des Instituts. Im Vergleich dazu fielen die Arbeitskosten in Ländern wie den USA mit 27,30 Euro, Großbritannien mit 26,30 Euro und Kanada mit 26,19 Euro deutlich günstiger aus.

Doch auch innerhalb Deutschlands werden große Niveauunterschiede sichtbar: Während die Arbeitsstunde 2014 in Westdeutschland 39,97 Euro kostete, ist der Abstand zu Ostdeutschland mit 24,92 Euro groß. „Die großen Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Betrieben ergeben sich aus dem großen Lohngefälle zwischen Ost und West. Trotz dieses Preisvorteils ist es Ostdeutschland aber bis heute nicht gelungen, eine schlagkräftige Exportwirtschaft aufzubauen“, schreibt „Die Welt“ dazu. Die Zeitung weist auch noch darauf hin, dass Deutschland „gegenüber der internationalen Konkurrenz Boden gut“ gemacht hat. Während in den 90er Jahren die deutschen Arbeitskosten noch bis zu 45 Prozent höher waren als in der restlichen Welt, waren es 2014 im Schnitt nur noch rund 16 Prozent.

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Doris Droste
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