Integration von Langzeitarbeitslosen "schwierig"

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) Frank-Jürgen Weise prognostiziert für den deutschen Arbeitsmarkt ein sehr gutes Jahr. Doch eine Gruppe ist davon ausgenommen - die der Langzeitarbeitslosen, wie Weise im Interview mit der WirtschaftsWoche (heutige Ausgabe) sagte. Seit 2006 sei die Zahl der Langzeitarbeitslosen zwar um 40 Prozent gesunken, doch diese positive Entwicklung habe sich in der letzten Zeit nicht mehr fortgesetzt. "Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist wieder leicht gestiegen und pendelt nun um die Millionengrenze", so Weise.

Für zwei Drittel dieser Menschen gelte mindestens eines der folgenden drei Kriterien, führte Weise weiter aus: "Sie haben keinen Schulabschluss, keinen Berufsabschluss oder sind älter als 50 Jahre. [...] Die Menschen müssen qualifiziert werden und einen Arbeitgeber finden, der die Einstellung wagt - gern auch mit Lohnkostenzuschuss durch die Arbeitsagentur."

Die Zeitarbeit bietet seit Jahren auch Langzeitarbeitslosen eine Chance auf den Einstieg in Beschäftigung: Rund 30 Prozent der Zeitarbeitnehmer haben keine abgeschlossene Berufsausbildung und konstant zwischen acht und zwölf Prozent waren länger als ein Jahr ohne Arbeit. Diese Intergrationsleistung erbringen die Personaldienstleister ohne staatliche Subventionen wie Lohnkostenzuschüsse und bieten zusätzlich Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für ihre Zeitarbeitskräfte an.

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Doris Droste
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