Ifo-Index sinkt erneut – zum dritten Mal in Folge

Noch am Freitag war der Ton zu den Zukunftsaussichten der deutschen Wirtschaft optimistisch (der BAP berichtete). Ist dies bereits wieder passé? Denn der Ifo-Geschäftsklimaindex des Münchner Ifo-Instituts – ein wichtiger Frühindikator für die deutsche Wirtschaft – ist nun bereits zum dritten Mal in Folge gesunken. Dies berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Wie die Zeitung schreibt, ging das Konjunkturbarometer von 109,7 auf 108,0 Punkte nach unten – „deutlich stärker als von Volkswirten erwartet“. Hauptgrund hierfür sei die „weitere Verschärfung der Krise in der Ostukraine“, die sich sehr intensiv auf die Stimmung der deutschen Wirtschaft niederschlage.

Im Artikel kommentiert Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn die aktuelle Entwicklung. „Die geopolitischen Spannungen belasten die deutsche Wirtschaft“, so Sinn. Außerdem gibt die FAZ noch detailliertere Informationen zu den Firmenbefragungen, die zur Erstellung des Ifo-Frühindikators als Datenbasis benötigt werden. Die befragten Unternehmen hätten sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch ihre Erwartungen im Hinblick auf zukünftige Geschäfte schlechter als im Vormonat beurteilt. Diese Sichtweise habe sich nicht auf eine bestimmte Branche beschränkt, vielmehr seien von der „Eintrübung“ Industrie-, Handels- und Baugewerbefirmen gleichermaßen betroffen, wie es im Text heißt.

In der FAZ kommt noch ein anderer Experte zu Wort: Zwar seien wirtschaftliche Auswirkungen, die die jüngsten geopolitischen Unruhen mit sich bringen würden, noch nicht konkret erfassbar, sagt Michael Holstein von der DZ Bank. Dennoch würden deutsche Industrieunternehmen befürchten, „dass ihr Auslandsgeschäft merklich leiden wird“.  Nach den Angaben des Ifo-Instituts, so führt die FAZ abschließend noch aus, sei es schon mehr als ein Jahr her, dass die Exporterwartungen deutscher Firmen auf einem derart niedrigen Stand waren.


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