IAB-Zuwanderungsmonitor: Arbeitslosenquote ausländischer Bevölkerung steigt im August leicht

Die Arbeitslosenquote ausländischer Mitbürger ist im August dieses Jahres um 0,5 Prozentpunkte auf 15,2 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ging die Beschäftigungsquote dieser Gruppe jedoch „aufgrund des starken Zuzugs von Flüchtlingen“ um 1,6 Prozentpunkte zurück auf 45,6 Prozent, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) in der aktuellen Ausgabe des „Zuwanderungsmonitors“ mitteilt.

Um die Beschäftigungsquote der ausländischen Bevölkerung in Deutschland zu ermitteln, differenziert das IAB zwischen Migranten aus einem der 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) und Zuzüglern aus Kriegs- und Krisengebieten. Für beide Gruppen verzeichnete das Institut im August 2016 eine steigende Zahl der Beschäftigten. Während aber die Beschäftigungsquote der Zuzügler aus einem der EU-Mitgliedsstaaten um 1,5 Prozentpunkte auf 54,8 Prozent zulegte, ging die Beschäftigungsquote von Geflüchteten aus Kriegs- und Krisenländern um 9,0 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent zurück, was dem „starken Bevölkerungswachstum“ dieser Gruppe geschuldet war. „Der Rückgang ist nicht überraschend, weil ein Teil der Flüchtlinge noch keinen Arbeitsmarktzugang hat und auch mit einer langsameren Arbeitsmarktintegration im Vergleich zu anderen Migrantengruppen zu rechnen ist“, erklärt das IAB dazu.

Neben der im August gestiegenen Arbeitslosenquote bei den Flüchtlingen um 15,2 Prozent, legte im Oktober auch die absolute Arbeitslosenquote um 13,0 Prozent oder 73.000 Personen zu. „Hierbei handelt es sich in erster Linie um einen Größeneffekt, der u.a. auf das Wachstum der ausländischen Bevölkerung zurückzuführen ist“, kommentiert das IAB die Werte. So kommt das Institut auch zu dem Fazit, dass die Flüchtlingsmigration „erst langsam auf dem Arbeitsmarkt sichtbar“ wird. Da ein Großteil der Flüchtlinge noch immer keine ausreichenden Sprachkenntnisse und nur wenige über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, „werden sich die Flüchtlinge nur schrittweise in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren. Wie schnell das geschieht, wird wesentlich durch die Länge der Asylverfahren, die Sprachförderung, Investitionen in Bildung und Ausbildung, die Arbeitsvermittlung und die Aufnahmebereitschaft der Wirtschaft bestimmt werden“. Dagegen setze sich dem IAB zufolge der „Trend steigender Beschäftigungs- und fallender Arbeitslosenquoten“ bei Zuwanderern aus der EU fort.

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Doris Droste
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