IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitsagenturen erwarten leicht sinkende Arbeitslosigkeit

Die Unsicherheiten in der Weltwirtschaft lassen den deutschen Arbeitsmarkt bisher weiterhin unberührt. Aktuell rechnen die Arbeitsagenturen in den kommenden drei Monaten damit, dass die Arbeitslosigkeit hierzulande saisonbedingt geringfügig zurückgeht. Dies zeigt das Arbeitsmarktbarometer des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA), das wie im Vormonat unverändert bei 100,5 Punkten verharrt.

Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und Strukturanalysen, bestätigt den Trend: „Trotz weltwirtschaftlicher Turbulenzen erwarten die Arbeitsagenturen keine negativen Konsequenzen für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit“. Der Arbeitsmarktaufschwung in Deutschland sei damit weiter auf dem Vormarsch und zeige eine „robuste Entwicklung“. Im kommenden Jahr aber „werde die Arbeitslosigkeit wegen der hohen Flüchtlingszuwanderung etwas ansteigen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Instituts. Gelinge jedoch die Integration, profitiere langfristig auch der deutsche Arbeitsmarkt, so Weber weiter.

Wie das IAB erklärt, beruht das Arbeitsmarktbarometer „auf einer monatlichen Befragung aller lokalen Arbeitsagenturen zu der von ihnen erwarteten Arbeitsmarktentwicklung in den nächsten drei Monaten“, wobei die üblichen jahreszeitlichen Schwankungen bereits herausgerechnet wurden. Die Skala dieses Frühindikators reicht von 90 Punkten für stark steigende Arbeitslosigkeit bis zu 110 Zählern für stark sinkende Arbeitslosigkeit.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) bestätigt in seinem Konjunkturbarometer für November die Einschätzung des IAB. „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiterhin gut, zuletzt hat der Beschäftigungsaufbau sogar noch an Tempo gewonnen“, teilt Simon Junker, Experte für die Konjunktur in Deutschland, mit.

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Doris Droste
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