IAB: Arbeitsmarkt verliert an Schwung

Trotz eines vielversprechenden Starts in das neue Jahr wird der deutsche Arbeitsmarkt im Laufe des Frühjahrs an Schwung verlieren, prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit. So sei in den kommenden drei Monaten allenfalls mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Die Arbeitsmarktforscher berufen sich dabei auf eine monatliche Umfrage unter den Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen. Die meisten rechneten nur mit einer „verhaltenen Entwicklung“, fasst die Nachrichtenagentur dpa zusammen.

Laut Pressemitteilung des IAB sank das aus dem Umfrageergebnis abgeleitete IAB-Arbeitsmarktbarometer auf 100,3 Punkte. Die Marke von 100 Punkten markiert einen Stillstand am Arbeitsmarkt, darüber liegende Werte sinkende Arbeitslosigkeit. Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“, erklärte, der Rückgang der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit aus den letzten Monaten werde sich wohl nicht in gleicher Höhe fortsetzen. Zugleich widersprach der Arbeitsmarktforscher  der Einschätzung einiger Ökonomen, die leichte Jobflaute sei eine Folge des neuen Mindestlohns. „Bislang sind kaum unerwünschte Nebenwirkungen des Mindestlohns auf dem Arbeitsmarkt erkennbar“, so Weber. Für eine Bilanz sei es aber noch zu früh. Eine der Ursachen für die leichte Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt sei die unüblich günstige Entwicklung in den Wintermonaten; dadurch falle der Frühjahrsaufschwung schwächer aus als in früheren Jahren.

Im Gegensatz zu der eher verhaltenen Prognose des IAB geht das Ifo-Institut in München in seinem am Dienstag veröffentlichten  Beschäftigungsbarometer von einer Fortsetzung der Beschäftigungsdynamik aus. Darin heißt es, die deutsche Wirtschaft werde weiter neues Personal einstellen. Die Münchner Konjunkturforscher sprechen von einer sehr guten Lage in der Industrie.

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Doris Droste
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