Hans-Böckler-Stiftung: Tariflöhne 2015 kräftig gestiegen

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hat eine positive Zwischenbilanz bei der Lohnentwicklung gezogen: Für rund 14,2 Millionen Beschäftigte steigen die nominalen tariflichen Grundvergütung im Jahr 2015 um 2,9 Prozent.

Wie das WSI-Tarifarchiv mitteilt, lagen die Tarifabschlüsse im ersten Halbjahr 2015 etwas unter denen des Vorjahres. Nach Abzug der Preissteigerung würden sich aber „gleichwohl merkliche Einkommenszuwächse“ für die nach Tarif bezahlten Beschäftigten ergeben. Das zeige die aktuelle Halbjahresbilanz des WSI-Tarifarchivs. „In den meisten Branchen“ wurden demnach „für dieses Jahr Tarifsteigerungen zwischen zwei und dreieinhalb Prozent vereinbart“, heißt es in der Pressemitteilung des Instituts.

Entsprechend positiv fällt das Fazit des Leiters des WSI-Tarifarchivs Reinhard Bispinck aus, der die Einkommensentwicklung der tariflich Beschäftigten als „weiterhin positiv“ bezeichnete. „Der neutrale Verteilungsspielraum wird ausgeschöpft und die Tariflöhne werden angesichts einer voraussichtlichen Preissteigerung von 0,5 bis 0,8 Prozent in diesem Jahr im Durchschnitt real um gut 2 Prozent steigen“, so Bispinck.

Auch in der Zeitarbeitsbranche gab es einen deutlichen Lohnzuwachs: Zum 1. April 2015 stiegen die Entgelte im Westen in allen Lohngruppen um 3,5 Prozent und im Osten sogar um 4,3 Prozent. Damit fielen die Lohnsteigerungen in der Zeitarbeit – wie schon seit Jahren – einmal mehr spürbar höher aus als die durchschnittliche tarifliche Entgelterhöhung.

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Doris Droste
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