Gute Verbraucherstimmung hält an und sorgt auch in Ostdeutschland für Wachstum

Wie aus der „ifo Konjunkturprognose für Ostdeutschland und Sachsen“ des ifo Instituts in Dresden hervorgeht, wächst die Wirtschaft in den ostdeutschen Bundesländern „stabil“. In Ostdeutschland einschließlich Berlin wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 1,7 Prozent und im kommenden Jahr um 1,3 Prozent zulegen. „Im Freistaat Sachsen dürfte die reale Wirtschaftsleistung mit 1,8 Prozent in diesem und 1,5 Prozent im kommenden Jahr 2017 geringfügig kräftiger expandieren“, heißt es in der Pressemitteilung des Instituts. Antriebsmotor sei neben der „steigenden Nachfrage aus der Industrie“ nach wie vor die „kräftige Binnennachfrage“ – vor allem im Bereich des Privaten Konsums durch die Verbraucher.

Gestützt wird diese Einschätzung auch von den Ergebnissen des Marktforschungsinstituts GfK. Demnach hält die Verbraucherstimmung der Deutschen auch im Juni an, wie in der Konsumklimastudie des Instituts deutlich wird. So stieg die Konjunkturerwartung im Juni „spürbar“ um 9,7 Punkte auf 18 Zähler an, während sich gleichzeitig die Prognosen der Verbraucher im Hinblick auf ihr Einkommen um 7,8 Zähler auf 59,6 Punkte erhöhten – „dem höchsten Stand seit der Wiedervereinigung“, wie es in einer entsprechenden Pressemitteilung der GfK heißt. Das Plus bei der Einkommenserwartung gehe vornehmlich auf die bereits getroffenen „Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst, im Metall- und Elektrobereich sowie in der Chemiebranche“ zurück wie auch auf die Rentenerhöhung zum 1. Juli. Einbußen verzeichneten die Marktforscher lediglich bei der Anschaffungsneigung, die um 3,3 Punkte auf einen Stand von 54,4 Punkten fiel. Der Trend zeige den Marktforschern zufolge jedoch weiter „leicht nach oben“. Für den kommenden Monat „Juli 2016 prognostiziert der Gesamtindikator 10,1 Punkte nach 9,8 Zählern im Juni. Der Trend des Konsumklimas zeigt somit weiter nach oben“, so das GfK abschließend.

Die Marktforscher des Instituts warnen jedoch vor den möglichen Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU). Der Ausgang der sogenannten Brexit-Abstimmung floss bislang nicht in die Ergebnisse der Konsumklimastudie ein. Die GfK rechnet allerdings damit, „dass sich die aktuelle Unsicherheit an den Finanzmärkten auch auf die deutschen Verbraucher übertragen wird“. Auch „internationale Krisenherde“ und die Flüchtlingszuwanderung seien laut dem Institut bislang nicht gelöst, was bei einer „Eskalation“ ebenfalls das Konsumklima „schädigen“ und eine“ anhaltend schwächelnde Weltwirtschaft“ hervorrufen könnte.

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Doris Droste
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