GfK-Konsumklimaindex: Verbraucherstimmung entwickelt sich uneinheitlich

Nach Angaben des Marktforschungsinstitutes GfK „setzt das Konsumklima in Deutschland seinen moderaten Aufwärtstrend fort“, wie es auf Website des Instituts heißt. Für Juni 2015 prognostiziert GfK einen leichten Anstieg des Gesamtindikators um 0,1 Punkte auf 10,2 Zähler. Dies ist die achte Zunahme in Folge und der höchste Wert seit Oktober 2001, als der Index 11,0 Punkte erreichte. Allerdings weist GfK auch darauf hin, dass die Einkommenserwartungen der Konsumenten „moderat“ zurückgegangen seien, und spricht deswegen von einer uneinheitlichen Entwicklung der Verbraucherstimmung.

Deutschlands Verbraucher seien trotz einer spürbar schwächeren Konjunktur weiter in bester Kauflaune, schreibt der Nachrichtensender n-tv.de auf seiner Website. Als Hauptursachen für diese positive Entwicklung nannte GfK-Sprecher Rolf Bürkl gegenüber dem Sender „die anhaltend gute Beschäftigungslage, gute Einkommenszuwächse und die niedrige Inflation“. Für den Dämpfer bei den Einkommenserwartungen ist nach seiner Einschätzung unter anderem die jüngste Entwicklung der Verbraucherpreise verantwortlich. „Die Preiserwartungen der Verbraucher beginnen wieder zu steigen“, sagte Bürkl laut n.tv. So seien zum Beispiel seit Beginn des Jahres die Energiepreise wieder spürbar angestiegen. „Dies gilt auch für einen Signalpreis der Verbraucher, den Benzinpreis. Die Erfahrung zeigt, dass die allgemeine Preiserwartung in erheblichem Maße von der Preisentwicklung an den Zapfsäulen abhängig ist“, schreibt das GfK-Institut dazu auf seiner Website.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem leichten Rückgang des Konsumklimaindexes auf 10,0 Zähler gerechnet. Die Verbraucher blickten jedoch optimistischer auf die Konjunktur und liebäugelten wieder stärker mit größeren Einkäufen etwa von Sofas und Mofas, heißt es in der Meldung von Reuters.

Das Fazit des Marktforschungsinstitutes selbst fällt gemischt aus. So sei zwar der private Konsum ein wichtiger Motor für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr. „Allerdings sollten die nach wie vor bestehenden Risiken nicht aus dem Blickfeld geraten. Die zähen Verhandlungen um die Zukunft Griechenlands im Euroraum, die Ukraine-Krise sowie der IS-Terror könnten den Konsum in Deutschland noch spürbar dämpfen“, so die GfK-Pressemitteilung wörtlich. Außerdem könnten auch auf die Exportaussichten deutscher Unternehmen weltwirtschaftliche Auswirkungen schnell durchschlagen, erklärte GfK-Sprecher Bürkl gegenüber n-tv.de.

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Doris Droste
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