Eurostat: Große Unterschiede in der Verdienststruktur in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union

In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) existieren erhebliche Unterschiede in der Struktur und Verteilung der Verdienste der Beschäftigten in den jeweiligen Ländern und Wirtschaftszweigen. Bei den Bruttostundenverdiensten bestehen insbesondere in Polen, Rumänien, Zypern, Portugal, Bulgarien und Irland die größten Gegensätze. Zu diesen Ergebnissen für das Jahr 2014 kommt Eurostat, das Statistikamt der EU.

Die Behörde maß die Unterschiede, indem sie die Verdienste zwischen den zehn Prozent der Beschäftigten, die am meisten verdienten, und den zehn Prozent, die am wenigsten erhielten, verglich. So verdienten beispielsweise die bestbezahltesten zehn Prozent in Schweden im Jahr 2014 doppelt so viel wie die zehn Prozent mit den niedrigsten Bezügen in Polen. Große Unterschiede nach Polen verzeichnete Eurostat auch bei den Bruttostundenverdiensten in Rumänien, Zypern, Portugal, Bulgarien und Irland. Die niedrigsten Quoten nach Schweden wurden dagegen in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich und Malta registriert. Gleichzeitig stellte die Behörde die Bruttostundenverdienste ins Verhältnis zum Mittelwert, der in den jeweiligen Ländern existiert. Die „höchste Diskrepanz“ gab es 2014 demnach in Portugal, wo „der Verdienst der bestbezahlten 10 % der Beschäftigten fast dem Dreifachen des Medianwerts“ entspricht, heißt es auf der Website von Eurostat. Damit liegt das Land vor Bulgarien, Zypern, Polen, Rumänien, Lettland, Irland, Litauen, Luxemburg, Ungarn und dem Vereinigten Königreich.

Weitere Unterschiede im Hinblick auf die Verdienststruktur maß die Behörde 2014 außerdem in den jeweiligen Wirtschaftszweigen. „Gemessen an den Bruttomonatsverdiensten zählte die „Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen“ in jedem EU-Mitgliedstaat – außer in Irland, wo die Branche an vierter Stelle stand – zu den drei höchstbezahlten Wirtschaftszweigen“, heißt es dazu. Im Bereich „Information und Kommunikation“ wurden in den meisten Ländern ebenfalls die höchsten Löhne und Gehälter gezahlt. In Deutschland galt 2014 die Branche der „Energieversorgung“ als die mit den höchsten Löhnen und Gehältern.

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Gesa Kok
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