Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit: Arbeitsmarkt bleibt robust

Viel ist bisher darüber geschrieben worden, wie Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung in diesen politisch unruhigen Zeiten weiter verlaufen wird. Arbeitsmarktexperten warnen vor den Folgen wirtschaftlicher Sanktionen gegen Russland in Deutschland – oder halten sie umgekehrt für gänzlich ungefährlich. Nun hat der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA) selbst die Lage eingeschätzt. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa, aus dem aktuell auch die „Westfälischen Nachrichten“ in ihrer Online-Ausgabe zitieren, beruhigt Frank-Jürgen Weise: Bislang habe sich der Arbeitsmarkt vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts „resistent gezeigt“, wird Weise in den „Westfälischen Nachrichten“ zitiert. Weiter heißt es, seiner Einschätzung nach werde sich an diesem Sachverhalt „vorerst wohl nichts ändern“.

Obwohl sich die Lage zugespitzt habe, erwartet der BA-Vorstandsvorsitzende in Deutschland erst einmal eine steigende Beschäftigungsrate sowie eine sinkende Arbeitslosigkeit. Wörtlich sagt Weise im Text: „Wir sehen zwar die Risiken, aber wir spüren auf dem Arbeitsmarkt noch nichts.“ Seine durchaus optimistisch zu nennende Einschätzung der Situation begründet Weise im Artikel: Die Exportgeschäfte der Firmen in Deutschland seien weiterhin gut, deutsche Produkte würden auf dem Weltmarkt eine entsprechende Nachfrage erfahren. Die Binnenwirtschaft sei wegen der „ausbalancierten Lohnpolitik“ auf gutem Kurs, zudem gebe es „Nachholeffekte bei den Investitionen“.

Weise räumt den Angaben der „Westfälischen Nachrichten“ zufolge sehr wohl ein, dass die Russlandsanktionen sich auf deutsche Exporte auswirkten. Allerdings habe dies noch keine Konsequenzen für die Beschäftigungspolitik deutscher Firmen. Wörtlich sagt Weise dazu im Artikel: „Es gibt noch keinerlei Anmeldungen für Kurzarbeit. Das ist das erste Signal, wenn Firmen von solchen Entwicklungen direkt betroffen sind. Die Kurzarbeit ist derzeit sogar auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau.“ Darüber hinaus hätten auch die vor Ort ansässigen Arbeitsagenturen noch keine Angaben darüber geliefert, dass Betriebe aufgrund der Krise rund um die Ukraine Mitarbeiter entlassen wollten. Die BA sei aber vorbereitet und hätte einen „Plan B“, fügt Weise hinzu. Seine Behörde verfüge über die finanziellen Mittel, um mit Kurzarbeitsprogrammen die Entlassung von Mitarbeitern frühzeitig zu verhindern. Und auch personell sei die BA so aufgestellt, dass Berater „innerhalb weniger Tage“ in den Unternehmen sein könnten, „um Betroffene zu beraten.“



Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück

Pressekontakt

Photo of Doris  Droste

Doris Droste
Leiterin der Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 30 206098 -30
Fax +49 30 206098 -39