dpa-Umfrage: Arbeitslosenzahl geht im zweiten Halbjahr langsamer zurück

Der deutsche Arbeitsmarkt wird sich weiter positiv entwickeln – im zweiten Halbjahr 2015 verliert der Jobaufschwung allerdings etwas an Tempo. Die Zahl der Erwerbslosen wird vermutlich dennoch weiter zurückgehen. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) unter den angestellten Volkswirten deutscher Großbanken.

Niedrige Zinsen, höhere Reallöhne und der schwache Euro werden den Expertenprognosen zufolge weiterhin für eine positive Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt sorgen. Laut einem Bericht des „Focus“ erwarten die Volkswirte aber eine deutlich weniger dynamische Entwicklung als noch zu Jahresbeginn. Die anfangs schwache Konjunktur habe sich gebessert, wird Michael Holstein, Volkswirt bei der DZ-Bank, im „Focus“ zitiert. Und auch die Krise in Griechenland bereite deutschen Unternehmen keine weiteren Sorgen. Die Arbeitslosenzahl werde weiter zurückgehen, denn noch immer gäbe es viele unbesetzte Stellen. Dem Bericht zufolge befürchten allerdings einzelne Ökonomen einen leichten Zuwachs der Erwerbslosenzahlen. Grund hierfür sei der Mindestlohn, der sich besonders in „strukturschwachen Regionen des Ostens“ negativ auswirken könne, heißt es weiter im „Focus“. Dennoch rechnete der Großteil der befragten Volkswirte damit, dass die Arbeitslosigkeit höchstens stagnieren wird. Die Ökonomen erwarten wird für das Gesamtjahr eine Arbeitslosenquote von durchschnittlich 6,5 Prozent.

Saisonbedingt prognostizieren die Volkswirte für den Monat Juli gut 2,75 Millionen Arbeitslose. Das sind rund 40.000 Erwerbslose mehr als im Vormonat Juni, dagegen aber 120.000 weniger als im Vorjahreszeitraum, wie der „Focus“ weiter schreibt. Neueinstellungen erfolgen demnach erst wieder zum Herbstbeginn. Auch Auszubildende meldeten sich in den Sommermonaten nach Abschluss ihrer Berufsausbildung öfters arbeitslos. Die Volkswirte vermuten aber, dass die Arbeitslosenzahl nach Abzug der saisonalen Effekte sogar um 5.000 Menschen gesunken sein könnte.

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