DIHK-Umfrage: Geringeres Wirtschaftswachstum für 2016 erwartet

Im kommenden Jahr soll die deutsche Wirtschaftsleistung laut Deutschem Industrie- und Handelskammertag (DIHK) nur noch um 1,3 Prozent steigen. Verantwortlich für die getrübten Aussichten seien die nachlassende Wachstumsdynamik in China und die VW-Abgasaffäre. Dies geht aus der Herbstumfrage des DIHK unter mehr als 27.000 Unternehmen hervor.

Der DIHK rechnete zuletzt mit einem Zuwachs der Wirtschaftsleistung in Höhe von 1,7 Prozent. Trotz der derzeit guten wirtschaftlichen Lage der Unternehmen nehme der Gegenwind in der deutschen Wirtschaft aber zu, so DIHK-Konjunkturexperte Dirk Schlotböller. Die Befragten zeigten sich insbesondere mit „Blick auf die Auslandsnachfrage“ besorgt, ergänzt Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des DIHK. Deutlich werde dies besonders in der Autobranche, heißt es dazu beim Nachrichtenportal „N-TV“. „Die Wachstumsschwäche Chinas und Diesel-Gate drücken die deutsche Automobilkonjunktur“, erläutert Wansleben den Stimmungsumschwung bei den Unternehmen. Die Hoffnungen ruhten lediglich auf den USA und Europa. So prognostiziert der DIHK laut „N-TV“ im kommenden Jahr bei den Exporten auch nur noch ein Wachstum in Höhe von 3,5 Prozent. Damit werde der durchschnittliche Wert der vergangenen Jahre von sechs Prozent deutlich unterschritten.

Gleichzeitig erfragte der Verband die Investitions- und Beschäftigungsabsichten der Unternehmen, die „erstaunlich stabil“ seien, wie es in der DIHK-Pressemitteilung weiter heißt. Für 2016 erwarten die Unternehmen demnach, dass die Beschäftigung um 200.000 Stellen zunehmen werde. Auch die Arbeitslosenzahl werde um etwa 100.000 Menschen zurückgehen. Wansleben rechnet aber angesichts des Flüchtlingszustroms mit einem „spürbaren Anstieg“ der Zahlen.

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Doris Droste
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