DIHK: Schulen sollen früher über Ausbildungsberufe informieren

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat in einem Radiointerview mit der Deutschen Welle (DW) gefordert, dass in Schulen frühzeitig eine systematische Orientierung zu Ausbildungsberufen angeboten werden müsse. Angesichts zurückgehender Ausbildungszahlen und einer hohen Studienabbrecherquote  betonte Esther Hartwich, DIHK-Bereichsleiterin Ausbildung: „Die Berufsorientierung muss frühzeitig und systematisch in der Schule beginnen und die Praxis mit einbeziehen.“ Die Wirtschaft unterstütze hier gerne, so Hartwich. In Schulen würde man über die verschiedenen Berufe berichten, zusätzlich würden Unternehmen bereits Praktika für Schüler anbieten.

Von der DW darauf angesprochen, dass Programme, die den Übergang von der Schule in den Ausbildungsberuf erleichtern sollten, bisher nicht funktionierten, entgegnete Hartwich: „Wir sind da erst in einem ganz frühen Stadium.“ Zwar hätten die Bundesländer ihrerseits bereits einiges auf den Weg gebracht, um Probleme zu lösen – eine einheitliche bundesweite Regelung gebe es aber bisher noch nicht. „Da die Politik jahrelang gesagt hat, ʹLeute, geht studieren, wir brauchen mehr Akademikerʹ, dann dauert es auch eine Zeit, bis die Menschen wieder umdenken und eine berufliche Ausbildung als gute Option für sich und ihre Kinder ansehen“, so Hartwich weiter.

Inzwischen lägen Betrieben auch Anfragen von Jugendlichen aus dem Ausland – beispielsweise aus Spanien – vor, die in Deutschland ihre Ausbildung absolvieren wollten, betonte die DIHK-Bereichsleiterin zum Schluss des Interviews. Es gelte hier für die Firmen,  aus diesem Pool den geeigneten Bewerber für die jeweilige Stelle zu finden. Einen Trend hin zum dauerhaften Suchen und Finden von Bewerbern im Ausland machte Hartwich aber nicht aus.

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