Deutsche Bundesbank: Bei Konjunktur noch kein Anlass zur Entwarnung

Die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Juli 2014 gibt nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank noch keinen Anlass zur Entwarnung. Neueste Zahlen deuteten zwar nicht darauf hin, dass die Aufwärtsentwicklung der deutschen Wirtschaftsleistung abrupt enden würde. Der Einstieg in das dritte Quartal sei allerdings erheblich durch Sonderfaktoren begünstigt worden und habe daher die konjunkturelle Entwicklung überzeichnet, heißt es im jüngsten Monatsbericht auf der Internetseite der Deutschen Bundesbank. Bei der Wirtschaftsentwicklung im August rechnen Bundesbank-Ökonomen mit einer Gegenbewegung.

Die Industrieproduktion sei im Juli zum Vormonat saisonbereinigt um 2,5 Prozent gewachsen. „Nach Einschätzung der Bundesbank-Ökonomen ist dies überwiegend darauf zurückzuführen, dass die Schul- und Werksferien in diesem Jahr hauptsächlich auf den August gefallen seien“, heißt es wörtlich in der entsprechenden Pressemitteilung der Bundesbank. Besonders betroffen davon sei die Automobilindustrie, die durch die übliche Saisonbereinigung nicht erfasst werde.

Laut Bundesbank stieg die Zahl der Auftragseingänge im Juli zum Vormonat um 4,75 Prozent. „Neben Ferieneffekten hätten Großaufträge im Schiffbau zu Buche geschlagen, die sich erst mit erheblicher Verzögerung in der Produktion niederschlagen würden“, schreibt die Bundesbank.

Angesichts der positiven Entwicklung der Juli-Daten weisen die Ökonomen darauf hin, dass das konjunkturelle Grundtempo nach ihrer Auffassung durch Vertrauensindikatoren besser erfasst werde als durch kurzfristige Veränderungen von Aufträgen und Produktion. Zwar sei das Geschäftsklima noch immer positiv, doch seien sowohl die Geschäftserwartungen als auch die Lagebeurteilungen im August deutlich zurückhaltender ausgefallen, heißt es im Monatsbericht der Bundesbank.

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Doris Droste
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