Deutlicher Anstieg der Vergütungen für Azubis

Der demografische Wandel macht es möglich: Wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) am heutigen Mittwoch mitteilte, sind die tariflichen Ausbildungsvergütungen zum dritten Mal in Folge deutlich gestiegen. Der Zuwachs von 4,5 Prozent im bundesdeutschen Durchschnitt übertraf sogar die Anhebung der Tariflöhne, die 2014 bei drei Prozent lag.

Im Bundesdurchschnitt erhielten Auszubildende im vergangenen Jahr 795 Euro pro Monat und damit 4,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Ausbildungsvergütungen fallen allerdings je nach Region und Branche unterschiedlich aus: In Westdeutschland bekamen Azubis durchschnittlich 802 Euro brutto im Monat (+4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr). In Ostdeutschland stiegen die tariflichen Vergütungen der Auszubildenden um 4,1 Prozent auf durchschnittlich 737 Euro im Monat – damit wurden 92 Prozent der westlichen Vergütungshöhe erreicht. Die Spanne zwischen den verschiedenen Berufsfeldern reicht von 1.030 Euro bei Maurer-Azubis in Westdeutschland bis zu 269 Euro bei Floristen-Auszubildenden in Ostdeutschland. Attraktive Konditionen bietet die Branche der Personaldienstleistern ihren Auszubildenden: Laut Vergütungsempfehlung des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP) erhalten angehende Personaldienstleistungskaufleute (PDK) im Laufe ihrer dreijährigen Ausbildung durchschnittlich 820 Euro im Westen bzw. 767 Euro im Osten. Damit liegen die PDK-Azubis bei den kaufmännischen Berufen im oberen Bereich.

Seit 2011 ermittelt das BIBB durchschnittliche Erhöhungen von vier bis fünf Prozent bei den Ausbildungsvergütungen und macht dafür neben der guten wirtschaftlichen Lage auch den demografischen Wandel verantwortlich. „Eine wichtige Rolle dürften zum anderen aber auch die demografische Entwicklung mit regional bereits stark gesunkenen Schulabgängerzahlen, die verstärkte Neigung der Jugendlichen zu akademischer Bildung sowie die zunehmenden Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt gespielt haben, durch die es für die Betriebe inzwischen immer schwieriger wird, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen“, heißt es auf der Website des Instituts.

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Doris Droste
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