Destatis zieht Bilanz für 2014: Deutsche Wirtschaft in solider Verfassung

Bruttoinlandsprodukt, Arbeitsmarkt und Staatshaushalt – es waren gleich mehrere Bestmarken, die das Statistische Bundesamt (Destatis) in seinen gestern veröffentlichten volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen ausweisen konnte. Die konjunkturelle Lage habe sich nach dem schwungvollen Jahresauftakt und der folgenden Schwächephase im Sommer zum Jahresende stabilisiert, heißt es in der Pressemitteilung von Destatis.

Das Bruttoinlandsprodukt ist 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent gestiegen. „Offensichtlich konnte sich die deutsche Wirtschaft in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld behaupten und dabei vor allem von seiner starken Binnennachfrage profiteren“, erklärte Roderich Egeler, Präsident des Statistischen Bundesamtes gestern in Berlin.

Laut der Berechnungen der Statistiker war der Konsum ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Um 1,1 Prozent stiegen die privaten Konsumausgaben an. Gestärkt wurden die privaten Investitionen durch die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt: Im achten Jahr in Folge erreichte die Zahl der Erwerbstätigen 2014 mit 42,7 Millionen Menschen (371.000 Erwerbstätige bzw. 0.9 Prozent mehr als 2013) einen neuen Höchststand. Das verfügbare Einkommen der Privathaushalte stieg laut „WELT“ unter Berufung auf Destatis um 2,2 Prozent auf 1,719 Milliarden Euro.

Auch die Unternehmen und der Staat investierten 3,7 Prozent mehr als 2013 in Ausrüstungen – wie Maschinen, Geräte und Fahrzeuge. Der Staatshaushalt sorgte in den Berechnungen der Statistiker für eine weitere Überraschung: Mittlerweile das dritte Jahr in Folge hat der deutsche Staat schwarze Zahlen geschrieben. Neben Luxemburg ist Deutschland der einzige Staat in der Euro-Zone, der einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen kann, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Die positive Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft schreiben Experten eher externen Faktoren zu: „Alles in allem übertrifft die Wirkung des Rückgangs von Ölpreis und Euro-Dollar-Wechselkurs deutlich das, was Politiker in Deutschland oder in der EU in den zurückliegenden Jahren an Konjunkturprogrammen aufgelegt haben“, sagte Jörg Krämer, Chefökonom der Commerzbank gegenüber der „WELT“

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Doris Droste
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