Defizit der Sozialversicherungssysteme im ersten Halbjahr 2016 gesunken

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wiesen die deutschen Sozialversicherungssysteme ein Defizit in Höhe von 1,3 Milliarden Euro auf, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Damit fiel das Minus um 3,4 Milliarden Euro niedriger aus als ein Jahr zuvor. Zur Sozialversicherung gezählt werden „die gesetzliche Krankenversicherung, die gesetzliche Unfallversicherung, die allgemeine Rentenversicherung und die knappschaftliche Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte, die soziale Pflegeversicherung sowie die Bundesagentur für Arbeit einschließlich der Extrahaushalte der Sozialversicherung“, wie es auf der Internetseite der Behörde heißt.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im ersten Halbjahr 2016 Einnahmen bei der Sozialversicherung in Höhe von 293,4 Milliarden Euro verzeichnet, während die Ausgaben gleichzeitig bei 294,7 Milliarden Euro lagen. Die größten Anteile an den Einnahmen und Ausgaben bei der Sozialversicherung hat die allgemeine Rentenversicherung mit jeweils 48 Prozent, die „das sechste Quartal in Folge ein finanzwirtschaftliches Defizit“ aufwies. Als Gründe hierfür nennt die Behörde den gesunkenen Beitragssatz und die zuletzt getroffenen „rentenpolitischen Maßnahmen“ wie der Mütterrente. Das Defizit bei der Rentenversicherung lag im ersten Halbjahr 2016 bei 1,0 Milliarden Euro und damit um 1,2 Milliarden Euro niedriger als im Vorjahreszeitraum.

Gleichzeitig ermittelten die Statistiker ein Defizit bei dem zweitgrößten Bereich der Sozialversicherungen, der gesetzlichen Krankenversicherung einschließlich Gesundheitsfonds. „Im ersten Halbjahr 2016 bezifferte sich das Defizit auf 2,6 Milliarden Euro und war damit 1,7 Milliarden Euro niedriger als ein Jahr zuvor“, so das Statistische Bundesamt. Dagegen lagen die Einnahmen der Bundesagentur für Arbeit zusammen mit deren Versorgungsfonds um 2,4 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2015. Zurückführen lässt sich dies auf „den deutlichen Anstieg der in der Arbeitslosenversicherung beitragspflichtigen Beschäftigung sowie der gestiegenen Bruttolohnsumme und den daraus resultierenden Beitragseinnahmen“. Bei der gesetzlichen Pflegeversicherung hielten sich Einnahmen und Ausgaben dagegen nahezu die Waage.

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Doris Droste
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