Bundesregierung billigt „Elterngeld Plus“

Das Bundeskabinett hat am gestrigen Mittwoch den von der SPD-Familienministerin Manuela Schwesig eingebrachten Gesetzentwurf zum „Elterngeld Plus“ gebilligt. Dies berichten aktuell mehrere Medien, darunter die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ). Damit sollen Väter und Müttern von kleinen Kindern in Zukunft länger Elterngeld beziehen können, wenn sie nach ihrer Elternzeit in Teilzeit Schritt für Schritt in ihren regulären Beruf zurückkommen.

Wie die FAZ schreibt, war eine „Ausweitung der Familienleistung“ bereits im Koalitionsvertrag von den Unionsparteien CDU/CSU und der SPD fest vereinbart worden. Die Mehrkosten dieser Maßnahme habe das Familienministerium auf 100 Millionen Euro geschätzt. In der Gesamtheit gebe der Bund rund 5 Milliarden Euro im Jahr für das Elterngeld aus. In dem Artikel kommt auch Manuela Schwesig selbst zu Wort: Mit dem „Elterngeld Plus“ habe man auf den „Wunsch der Eltern nach mehr Zeit für Familie“ reagiert, so die Familienministerin. 60 Prozent der Mütter und Väter hätten den Wunsch, Arbeit, Haushalt und Familie partnerschaftlich und in gleichem Umfang anzugehen. Dies würde jedoch bisher nur 14 Prozent gelingen – und das neue Elterngeld sei nun ein „erster Schritt auf diesem Weg“.

Wie die FAZ weiter schreibt, soll die neue Regelung ab dem 1. Juli 2015 gelten. Momentan bestehe ein Anspruch auf das Elterngeld – je nach Einkommen bis zu 1.800 Euro im Monat – für bis zu 14 Monate. „Mit der bisherigen Regelung verlieren Eltern jedoch faktisch Fördergeld, wenn sie schon vor Ablauf der Anspruchsfrist auf Teilzeitbasis wieder in die Arbeit einsteigen“, geht der Artikel weiter. „Das Teilzeiteinkommen senkt den monatlichen Elterngeldbetrag, ohne dass sich die Anspruchsdauer verlängert.“ Die Bundesregierung wolle daher „für jeden Monat Teilzeitarbeit vor Ablauf der regulären Frist die Anspruchsdauer um einen Monat verlängern“.


Wichtiger Hinweis:
Die Weitergabe der persönlichen LogIn-Daten an Dritte ist untersagt. Bei Zuwiderhandlung behält sich der BAP entsprechende rechtliche Schritte vor.

Artikel teilen:

zurück

Pressekontakt

Photo of Doris  Droste

Doris Droste
Leiterin der Abteilung Presse, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 30 206098 -30
Fax +49 30 206098 -39