Bundesagentur für Arbeit will effektiver als bisher gegen Langzeitarbeitslosigkeit vorgehen

Rund eine Million Menschen werden von der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu den sogenannten Langzeitarbeitslosen gezählt – nun soll dieser Wert offenbar nach unten gehen. Die BA will die Langzeitarbeitslosigkeit in der aktuellen Legislaturperiode um ein Drittel senken – dies hat BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt im Interview mit der „Rheinischen Post“ (RP) jüngst betont.

Alt sprach von einer geplanten „Generalinventur der Betreuungsangebote“ von Job-Centern: „Mit höherer Professionalität in der Beratung, bessere Integrationsarbeit durch mehr Arbeitgebernähe, mehr Prävention, intelligenterem Einsatz der Arbeitsmarktinstrumente, durch eine bessere Einbindung sozialer Dienste der Kommunen und eine stärkere Einbeziehung der Zivilgesellschaft bekommen wir das hin“, sagte Alt. Bei jedem einzelnen Langzeitarbeitslosen müsse „genauer hingeschaut“ werden, woran es bei der Integration in den Arbeitsmarkt denn genau harpere. Voraussetzung für das Gelingen der Verbesserungsvorhaben sei allerdings, dass die momentan positive Lage am Arbeitsmarkt anhalte.

Laut Medienberichten hat die BA ein anderes Projekt im Bereich Arbeitslosigkeit aber offenbar schon umgesetzt: Wie unter anderem die „Berliner Morgenpost“ in ihrer Online-Ausgabe vermeldet, werden immer mehr Arbeitslose zum Aufsuchen eines Psychologen verpflichtet. „Die Zahl verpflichtender psychologischer Begutachtungen sei 2013 auf 106.300 gestiegen; 2012 seien es noch 95.000 gewesen“, schreibt die Zeitung. Zweck der verpflichtenden Untersuchung sei es, Arbeitslose im Hinblick auf ihre Fähigkeiten und Eignungen überprüfen zu lassen. Auf diese komme es nämlich unter anderem bei Umschulungen und Weiterbildungen wesentlich an.


   

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Doris Droste
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